Agri Photovoltaik Anlage mit Förderung: Neues Projekt in Bayern

Feld Energy gewinnt Ausschreibung für Agri Photovoltaik Anlage in Bayern

Das Berliner Photovoltaik-Unternehmen Feld Energy hat den Zuschlag für die Entwicklung einer neuen Agri-Photovoltaik-Anlage in Bayern erhalten. Auf einer Fläche von 1,5 Hektar wird eine Anlage mit einer Nennleistung von einem Megawatt entstehen, die landwirtschaftliche Nutzung mit der Erzeugung erneuerbarer Energie kombiniert und damit einen Lösungsansatz für die zunehmende Flächenkonkurrenz bietet.

Das Projekt wurde im Rahmen der Innovationsausschreibung der Bundesnetzagentur bezuschlagt. Diese speziellen Ausschreibungen fördern Konzepte, die über Standard-Photovoltaikanlagen hinausgehen und einen besonderen netztechnischen oder volkswirtschaftlichen Nutzen aufweisen. Die Bundesnetzagentur sicherte dem Projekt eine Vergütung von 5,88 Cent pro Kilowattstunde zu. Für Feld Energy ist dies der erste erfolgreiche Zuschlag in diesem Fördersegment.

Innovative Doppelnutzung durch Agri-Photovoltaik-Anlage

Die Konzeption der Agri-Photovoltaik-Anlage (APV) ist darauf ausgelegt, die Synergien zwischen Landwirtschaft und Energieerzeugung optimal zu nutzen. Die Solarmodule werden in einer Höhe von 2,5 Metern montiert, um ausreichend Platz für landwirtschaftliche Maschinen und Weidetiere zu gewährleisten.

Zum Einsatz kommen bifaziale Glas-Glas-Module mit einer Einzelleistung von 550 Watt. Diese Module sind besonders robust und langlebig, was sie für den Einsatz in einem landwirtschaftlichen Umfeld prädestiniert. Sie werden in Reihen mit einem Abstand von 25 Metern installiert. Diese großzügige Distanz sichert eine ausreichende Sonneneinstrahlung für die darunterliegenden Kulturen und minimiert die Verschattung. Durch die Ost-West-Ausrichtung der Module wird der Stromertrag gleichmäßiger über den Tag verteilt, was die Netzstabilität unterstützt.

Ein zentraler Aspekt des Projekts ist die enge Kooperation mit den lokalen Landwirten. Feld Energy hat ein Pachtmodell entwickelt, das den Landwirten eine zusätzliche und stabile Einnahmequelle sichert, während die landwirtschaftliche Bewirtschaftung der Flächen weiterhin möglich bleibt. Diese partnerschaftliche Herangehensweise ist entscheidend für die Akzeptanz und den Erfolg solcher Projekte.

Agri-Photovoltaik: Ein Zukunftsmodell für Bayern

Die Agri-Photovoltaik gilt als Schlüsseltechnologie zur Lösung des Konflikts um knappe Landflächen. Sie ermöglicht eine doppelte Ernte: landwirtschaftliche Erzeugnisse vom Acker und sauberen Strom von den darüber installierten Modulen. Dieser Ansatz ist besonders relevant in dicht besiedelten Ländern wie Deutschland, wo der Ausbau erneuerbarer Energien nicht zu Lasten der Nahrungsmittelproduktion gehen darf.

Die positiven Effekte gehen oft über die reine Flächeneffizienz hinaus. Je nach Kulturart können die Solarmodule Schutz vor extremen Wetterereignissen wie Hagel, Starkregen oder übermäßiger Sonneneinstrahlung bieten. Projekte wie die Solarenergie für den Beerenanbau zeigen bereits erfolgreich, wie sich Ernteerträge durch die schützende Wirkung der Module sogar steigern lassen.

Agri Photovoltaik Anlage in Bayern als Beispiel für Nachhaltigkeit

Die Anlage in Bayern ist ein wegweisendes Beispiel dafür, wie eine nachhaltige Energiewende im Einklang mit der Landwirtschaft gestaltet werden kann. Sie demonstriert, dass der Ausbau der Photovoltaik nicht zwangsläufig zur Versiegelung von Flächen führen muss, sondern eine produktive Koexistenz möglich ist.

Während Großprojekte wie dieses für die nationalen Klimaziele von zentraler Bedeutung sind, kann der Grundgedanke der dezentralen Energieerzeugung auch im Kleinen umgesetzt werden. Für Hausbesitzer bieten sich beispielsweise komplette PV-Anlagen mit Speicher und Montagesets an, um einen hohen Grad an Autarkie zu erreichen. Aber auch Mieter können einen Beitrag leisten, etwa durch ein Balkonkraftwerk ohne Speicher zur Deckung der Grundlast oder durch moderne Balkonkraftwerke mit Speicher, um den Solarstrom auch in den Abendstunden zu nutzen. Das Projekt von Feld Energy unterstreicht somit eine Entwicklung, an der sich letztlich alle beteiligen können.

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