500-Millionen-Investition: Prime Capital plant Solarprojekt in Brandenburg

Prime Capital Investition: 800-MW-Solarprojekt in Brandenburg

Der Asset Manager Prime Capital plant eine signifikante Investition von rund 500 Millionen Euro in ein neues Solar-Großprojekt in Brandenburg. In Zusammenarbeit mit dem Berliner Unternehmen Solarprojex soll im Landkreis Oberhavel ein Solarpark mit einer geplanten Nennleistung von 800 Megawatt (MW) entstehen, wie die Partner bekannt gaben. Dieses Vorhaben unterstreicht die wachsende Bedeutung der Region für die Energiewende in Deutschland.

Brandenburg Solarprojekt: 2.000 Hektar für Solarenergie geplant

Das geplante Kraftwerk soll auf einer Fläche von 2.000 Hektar in der Nähe der Städte Oranienburg und Zehdenick errichtet werden. Die Dimension der Fläche entspricht etwa der Hälfte des Berliner Bezirks Treptow-Köpenick. Während der mehrjährigen Bauphase sollen rund 200 Arbeitsplätze entstehen. Nach der Inbetriebnahme ist geplant, dass 20 Fachkräfte für den dauerhaften Betrieb der Anlage verantwortlich sein werden.

Die Realisierung des Parks soll in mehreren Etappen über die nächsten fünf Jahre erfolgen. Ein erster Teilabschnitt soll bereits bis 2026 fertiggestellt und an das Stromnetz des Übertragungsnetzbetreibers 50Hertz angeschlossen werden. Der erzeugte Solarstrom soll über langfristige Stromabnahmeverträge (Power Purchase Agreements, PPAs) direkt an Unternehmenskunden verkauft werden. Dieses Projekt ist Teil eines umfassenderen Engagements von Prime Capital, das bereits rund 1,3 Milliarden Euro in erneuerbare Energien in Deutschland investiert hat. Der neue Solarpark allein wird nach Fertigstellung etwa ein Drittel der gesamten Leistung des Unternehmens in Deutschland ausmachen und fügt sich in den allgemeinen Photovoltaik-Boom in Brandenburg ein.

Prime Capital und Solarprojex: Gemeinsam für Brandenburgs Solarpark

Für die Entwicklung des Projekts hat sich Prime Capital mit Solarprojex zusammengeschlossen, einem erfahrenen Berliner Planungsunternehmen für Solaranlagen, das bereits mehrere Projekte in Brandenburg umgesetzt hat. Die Planung erfolgt in enger Abstimmung mit den lokalen Behörden und der Gemeinde Zehdenick. Um eine hohe Akzeptanz zu gewährleisten, wurden bereits frühzeitig Gespräche mit Anwohnern geführt, um deren Anliegen zu berücksichtigen.

Der Bürgermeister von Zehdenick, Burkhard Wilde, hob die Wichtigkeit der Bürgerbeteiligung hervor: „Das Projekt ist für unsere Gemeinde von großer Bedeutung. Wir wollen sicherstellen, dass die Bürger informiert sind und ihre Meinung äußern können.“ Die Einnahmen aus dem Solarpark sollen der Gemeinde zugutekommen und in lokale Projekte investiert werden, was die regionale Wertschöpfung stärkt. Aktuelle Brandenburg Solar News zeigen, dass solche Kooperationen entscheidend für den Erfolg der Energiewende vor Ort sind.

Weiteres Prime Capital Großprojekt: Batteriespeicher und Rechenzentrum im Fokus

Parallel zu dem 800-MW-Projekt bei Zehdenick hat Prime Capital ein weiteres strategisches Vorhaben in Brandenburg erworben: das Projekt „Jupiter“. Hierbei handelt es sich um Deutschlands derzeit größtes kombiniertes Photovoltaik- und Batteriespeicherprojekt (BESS), das auf einem ehemaligen Militärflugplatz entstehen soll. Geplant sind eine Solaranlage mit 150 MWp Leistung und ein Batteriespeicher mit einer Kapazität von 500 MW und 2.000 MWh. Dieses Vorhaben zeigt, dass Brandenburg setzt auf Batteriespeicher, um die Netzstabilität bei zunehmender Einspeisung erneuerbarer Energien zu sichern.

Zusätzlich ist am selben Standort die Ansiedlung eines Hyperscale-Rechenzentrums mit einem Energiebedarf von 500 MW geplant. Diese Kopplung von Energieerzeugung, Speicherung und direktem Verbrauch durch die digitale Infrastruktur gilt als zukunftsweisend. Der Baubeginn für das Projekt „Jupiter“ ist für Ende 2026 oder Anfang 2027 vorgesehen.

Solarpark Brandenburg: Ein Beitrag zur Energiewende

Die Vorhaben von Prime Capital sind ein bedeutender Beitrag zur Energiewende und festigen Brandenburgs Position als führender Standort für Solarenergie, wie auch der neue 45 MWp Solarpark Gorgast belegt. Die Projekte zeigen, dass der Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland in großem Maßstab möglich ist.

Während solche Großanlagen das Rückgrat der zukünftigen Energieversorgung bilden, tragen auch dezentrale Lösungen maßgeblich zum Gelingen der Energiewende bei. Die zunehmende Bedeutung von Speichern zeigt sich nicht nur in Großprojekten, sondern auch im privaten Bereich, wo PV-Anlagen mit Speicher und Montagesets für Hausbesitzer immer beliebter werden. Gleichzeitig können auch Mieter mit einem Balkonkraftwerk ohne Speicher oder einem Balkonkraftwerk mit Speicher aktiv an der Energiewende teilhaben. Der Trend zur Nutzung von Solarenergie erstreckt sich dabei über alle Ebenen, bis hin zur Ausstattung von landeseigenen Dächern mit Photovoltaik-Anlagen.

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