20 MW Agri Photovoltaik Anlage: Bayern setzt auf Förderung in Regensburg

Agri Photovoltaik Anlage in Bayern: 20 MW Projekt bei Regensburg

In Bayern schreitet der Ausbau der erneuerbaren Energien weiter voran. In der Nähe von Regensburg ist der Bau einer Agri-Photovoltaik-Anlage mit einer Leistung von rund 20 Megawatt geplant. Das Projekt, das aus der PV-Ausschreibung vom Juli 2025 hervorging, soll auf zwei landwirtschaftlich genutzten Feldern errichtet werden, um die doppelte Nutzung von Flächen für Energieerzeugung und Landwirtschaft zu ermöglichen.

Agri-Photovoltaik in Bayern: Doppelte Landnutzung für Energie und Landwirtschaft

Die Agri-Photovoltaik (Agri-PV) ist eine innovative Technologie, die einen Lösungsansatz für die zunehmende Flächenkonkurrenz zwischen dem Ausbau erneuerbarer Energien und der Landwirtschaft bietet. Durch die aufgeständerte Installation von Solarmodulen können Ackerflächen gleichzeitig für die Erzeugung von Solarstrom und den Anbau von Pflanzen genutzt werden.

Das geplante Projekt in Regendorf, auf den Feldern der Familie Wenzl, wird eine Leistung von knapp 20 Megawatt aufweisen. Die Anlage soll auf zwei Arealen entstehen, die aktuell für den Anbau von Mais und Futterroggen genutzt werden. Um den landwirtschaftlichen Betrieb nicht zu beeinträchtigen, werden die Solarmodule in einer Höhe von fünf Metern über dem Boden installiert.

Agri-Photovoltaik Technologie und Umsetzung in Bayern

Auf einer Fläche von insgesamt 23 Hektar sollen die Solarmodule jährlich rund 19 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen. Die erhöhte Bauweise gewährleistet, dass Landmaschinen wie Traktoren oder Mähdrescher weiterhin ungehindert die Felder bewirtschaften können. Diese Anordnung ermöglicht die Fortsetzung der landwirtschaftlichen Arbeiten, während gleichzeitig saubere Energie produziert wird.

Moderne Agri-PV-Technologie ist darauf ausgelegt, den landwirtschaftlichen Betrieb minimal zu stören und eine effiziente Stromerzeugung zu sichern. Die Anordnung der Module wird so optimiert, dass die darunter wachsenden Pflanzen ausreichend Sonnenlicht erhalten. Während solche Großprojekte die Energiewende im industriellen Maßstab vorantreiben, können auch private Haushalte ihre Flächen doppelt nutzen, indem sie beispielsweise Dächer mit PV-Anlagen mit Speicher und Montagesets ausstatten.

Agri-Photovoltaik Anlage: Bedeutung für die Region in Bayern

Die Agri-PV-Anlage in Regendorf wird nicht nur sauberen Strom für die Region erzeugen, sondern auch die landwirtschaftliche Produktion vor Ort sichern. Der erzeugte Strom wird in das lokale Netz eingespeist und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Energiewende in der Oberpfalz. Für die Landwirte bedeutet dies, dass ihre wertvollen Ackerflächen erhalten bleiben und sie gleichzeitig von der Energiegewinnung profitieren können.

Der Bürgermeister von Zeitlarn, Martin Pritsch, befürwortet das Vorhaben und bezeichnet es als eine Win-Win-Situation für die Energieerzeugung und die Landwirtschaft. Projekte wie dieses tragen zur Reduzierung von CO2-Emissionen bei und beschleunigen den regionalen Umstieg auf erneuerbare Energien. Weitere aktuelle Entwicklungen zur Solarenergie im Freistaat finden sich in den Bayern Solar News.

Zukunft der Agri-Photovoltaik in Bayern und Deutschland: Chancen und Potentiale

Die Agri-Photovoltaik besitzt das Potenzial, die Energieerzeugung in Deutschland nachhaltig zu gestalten. Durch die Doppelnutzung landwirtschaftlicher Flächen kann die Stromproduktion aus erneuerbaren Quellen signifikant gesteigert werden, ohne dass wertvoller Boden verloren geht. Das Projekt bei Regensburg ist dabei kein Einzelfall; so ist beispielsweise auch bei Rothenburg eine 24 Hektar große Agri-PV-Anlage für den Getreideanbau geplant.

Neben der Landwirtschaft werden auch andere Flächen für innovative Solarkonzepte erschlossen. So entsteht in Langweid die erste schwimmende Photovoltaikanlage Bayerns, die ungenutzte Wasserflächen zur Energiegewinnung nutzt. Gleichzeitig setzen Unternehmen wie die Sandler AG auf die Nutzung von Dächern neuer Logistik- und Verwaltungsgebäude.

Diese Entwicklungen zeigen, dass die Energiewende auf vielen Ebenen stattfindet. Während Großprojekte das Stromnetz stabilisieren, können auch Mieter und Hausbesitzer einen aktiven Beitrag leisten. Mit einem Balkonkraftwerk ohne Speicher oder Modellen mit Speicher lässt sich der eigene Stromverbrauch reduzieren und die Abhängigkeit vom Netz verringern.

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