1Komma5° rüstet öffentliche Gebäude in Niedersachsen mit PV-Anlagen aus
Das Hamburger Unternehmen 1Komma5° hat den Zuschlag für ein umfassendes Photovoltaik-Projekt in Niedersachsen erhalten. Im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung, die in Kooperation mit der Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg durchgeführt wurde, wird der Projektentwickler Dächer von über 500 öffentlichen Gebäuden mit Solaranlagen ausstatten. Das Projekt, das vom niedersächsischen Finanzministerium beauftragt wurde, umfasst eine Gesamtdachfläche von rund 555.000 Quadratmetern und soll die Energiewende im öffentlichen Sektor des Bundeslandes maßgeblich vorantreiben.
Betroffen sind kommunale Einrichtungen wie Schulen, Kindertagesstätten und Verwaltungsgebäude in den Landkreisen Göttingen, Helmstedt, Hildesheim, Uelzen, Gifhorn sowie in den Städten Wolfenbüttel und Wolfsburg.
Rahmenvertrag für PV-Anlagen in Niedersachsen: Details zu Leistung und Steuerung
Der bis Ende 2026 laufende Rahmenvertrag sieht eine Mindestabnahmemenge von 3,5 Megawatt installierter Leistung vor. Diese Menge würde rechnerisch ausreichen, um den Jahresstrombedarf von etwa 1.000 durchschnittlichen Haushalten zu decken.
Der Vertrag umfasst die schlüsselfertige Installation von Photovoltaik-Anlagen mit einer Leistung von bis zu 99 Kilowattpeak (kWp) pro Standort. Dies schließt die Planung, die Montage der Solarmodule und der zugehörigen Wechselrichter sowie die Inbetriebnahme der Anlagen ein. Optional können die Kommunen die Systeme mit Batteriespeichern ausstatten lassen. Solche PV-Anlagen mit Speicher und Montagesets ermöglichen es, den tagsüber erzeugten Solarstrom zu speichern und bei Bedarf, etwa in den Abendstunden oder an bewölkten Tagen, zu nutzen. Dies erhöht den Eigenverbrauchsanteil und steigert die Unabhängigkeit vom öffentlichen Stromnetz. Ergänzt werden die Anlagen durch eine intelligente Steuerung zur Optimierung der Energieflüsse.
PV-Anlagen für Niedersachsens öffentliche Gebäude: Zeitplan und Ziele
Die Installation der ersten Photovoltaik-Anlagen soll im Sommer 2025 beginnen. Bis dahin werden die teilnehmenden Kommunen die konkreten Dächer und Standorte finalisieren. Das Hauptziel des Projekts ist es, die Energiekosten der öffentlichen Hand nachhaltig zu senken und gleichzeitig einen signifikanten Beitrag zum Klimaschutz und zur regionalen Energiewende zu leisten. Durch die dezentrale Erzeugung von sauberem Strom wird die CO₂-Bilanz der Kommunen verbessert und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen reduziert.
Solarenergie in Niedersachsen: PV-Anlagen für öffentliche und private Nutzung
Das Großprojekt unterstreicht die Ambitionen Niedersachsens im Bereich der erneuerbaren Energien. Das Bundesland nimmt bereits eine führende Rolle ein, was sich auch im privaten Sektor zeigt. Laut Bundesnetzagentur wurden allein 2024 rund 46.000 neue steckerfertige Solaranlagen, sogenannte Balkonkraftwerke, in Niedersachsen installiert, was dem vierten Platz im Bundesvergleich entspricht.
Dieser Trend zeigt, dass nicht nur die öffentliche Hand, sondern auch immer mehr Bürgerinnen und Bürger auf Solarenergie setzen. Für Hausbesitzer sind Photovoltaik-Anlagen bis zu einer Leistung von 30 kWp steuerfrei, was die Investition zusätzlich attraktiv macht. Auch Mieter haben durch Balkonkraftwerke ohne Speicher eine einfache Möglichkeit, eigenen Strom zu erzeugen und ihre Stromrechnung zu senken. Für eine höhere Unabhängigkeit sind zudem Balkonkraftwerke mit Speicher verfügbar.
Das Vorhaben der Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg setzt somit ein starkes Signal und könnte als Vorbild für weitere kommunale Initiativen in ganz Deutschland dienen. Weitere aktuelle Entwicklungen und Solar News finden Sie auf unserer Themenseite.














