1Komma5 Grad: Brandenburg setzt auf Photovoltaik auf landeseigenen Dächern

Das Land Brandenburg treibt die Energiewende voran und hat eine strategische Partnerschaft mit dem Unternehmen 1Komma5° geschlossen. Ziel ist die Installation von Photovoltaik-Anlagen auf landeseigenen Gebäuden. Im Rahmen des Projekts sollen rund 80.000 Quadratmeter Dachfläche für die solare Stromerzeugung genutzt werden, was rechnerisch dem Jahresstromverbrauch von etwa 2.000 Drei-Personen-Haushalten entspricht.

1Komma5 Grad Photovoltaik auf landeseigenen Dächern in Brandenburg

Die Kooperation zwischen dem Land Brandenburg und 1Komma5° sieht vor, dass das Unternehmen als Generalunternehmer agiert. In dieser Funktion ist 1Komma5° für die gesamte Wertschöpfungskette verantwortlich, die von der Planung und Installation bis hin zum Betrieb und der Wartung der PV-Anlagen reicht. Die Anlagen sind für eine Betriebsdauer von 20 Jahren ausgelegt.

Das Geschäftsmodell sieht vor, dass 1Komma5° die vollständigen Investitions- sowie die laufenden Betriebs- und Wartungskosten übernimmt. Als Gegenleistung erhält das Unternehmen die Einnahmen aus der Einspeisung des erzeugten Stroms in das öffentliche Netz. Technologisch setzt das Unternehmen dabei auch auf intelligente Vernetzung, beispielsweise durch seine Energie-Software-Plattform „Heartbeat“, die einzelne Anlagen zu einem virtuellen Kraftwerk verbinden kann.

Einspeisevergütung für Photovoltaik-Anlagen in Brandenburg

Der auf den landeseigenen Dächern erzeugte Solarstrom wird in das öffentliche Stromnetz eingespeist. Die Finanzierung des Projekts wird durch die gesetzlich garantierte Einspeisevergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sichergestellt. Dieses Modell bietet Investitionssicherheit und ist ein etabliertes Instrument zur Förderung erneuerbarer Energien in Deutschland.

Seitens 1Komma5° wird das Engagement des Landes als wichtiges Signal für den Klimaschutz bewertet. Durch die dezentrale Stromerzeugung wird ein signifikanter Beitrag zur Reduzierung von CO₂-Emissionen geleistet. Die Partnerschaft in Brandenburg könnte zudem als Vorbild für andere Bundesländer und Kommunen dienen, um ungenutzte Dachflächen für die Energiewende zu aktivieren. Solche Entwicklungen sind Teil eines bundesweiten Trends, wie aktuelle Solar News zeigen.

Auch für Privatpersonen bieten sich ähnliche Möglichkeiten. Während der Staat im Großen handelt, können Hausbesitzer mit PV-Anlagen mit Speicher und Montagesets ihre eigene Energiewende gestalten. Selbst Mieter haben mittlerweile die Möglichkeit, sich mit Balkonkraftwerken ohne Speicher oder Modellen mit Balkonkraftwerken mit Speicher an der Solarstromerzeugung zu beteiligen.

1Komma5 Grad: Weitere Partnerschaften und Photovoltaik-Entwicklungen

Das Projekt in Brandenburg ist Teil einer größeren Strategie von 1Komma5°. So erhielt das Unternehmen beispielsweise auch in Niedersachsen einen Großauftrag zur Ausstattung von über 500 öffentlichen Gebäuden mit Solaranlagen. Um die Finanzierung solcher Projekte für Privat- und Geschäftskunden zu erleichtern, ist das Unternehmen zudem eine Partnerschaft mit der GLS Bank eingegangen.

Ein weiterer strategischer Schritt ist ein Joint Venture mit dem spanischen Ladeinfrastruktur-Anbieter Wallbox. Diese Zusammenarbeit zielt darauf ab, den Ausbau von Ladestationen für Elektrofahrzeuge in Deutschland und weiteren europäischen Märkten zu beschleunigen. Dies unterstreicht den ganzheitlichen Ansatz des Unternehmens, der die Sektoren Strom, Wärme und Mobilität miteinander verbindet.

Ausbau der Ladeinfrastruktur für E-Mobilität durch 1Komma5 Grad

Die Kooperation mit Wallbox ist für die Energiewende von entscheidender Bedeutung. Der Ausbau der Ladeinfrastruktur ist eine wesentliche Voraussetzung für den Erfolg der Elektromobilität und die damit verbundene Reduzierung der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen im Verkehrssektor. Die Kombination von dezentraler Solarstromerzeugung auf Dächern und dem direkten Verbrauch vor Ort durch Elektrofahrzeuge optimiert die Nutzung erneuerbarer Energien und entlastet die Stromnetze.

Die Partnerschaft zwischen dem Land Brandenburg und 1Komma5° ist somit ein exemplarisches Beispiel dafür, wie die öffentliche Hand und private Unternehmen gemeinsam den Ausbau erneuerbarer Energien beschleunigen können. Sie zeigt, wie ungenutztes Potenzial auf öffentlichen Gebäuden gehoben werden kann, um Klimaschutzziele zu erreichen und die Energiewende konkret voranzutreiben.

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