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In der Lausitz plant der Energiekonzern Vattenfall ein bedeutendes Projekt zur Förderung erneuerbarer Energien. In der Nähe von Cottbus, Brandenburg, soll ein Photovoltaik-Kraftwerk mit einer Leistung von 150 Megawatt entstehen, gekoppelt an einen Batteriespeicher mit einer Kapazität von 200 Megawattstunden. Nach der geplanten Fertigstellung soll die Anlage rechnerisch rund 50.000 Haushalte mit Strom versorgen können.
PV-Kraftwerk Brandenburg mit Speicher auf rekultivierter Fläche
Als Standort für das Großprojekt dient eine rekultivierte Fläche des ehemaligen Tagebaus Cottbus-Nord, die heute Teil des Cottbuser Ostsees ist. Die Nutzung solcher Konversionsflächen für die Energiegewinnung ist ein zentraler Baustein der Energiewende in ehemaligen Bergbauregionen. Das Vorhaben reiht sich ein in eine Serie von Großprojekten, die den Photovoltaik-Boom in Brandenburg untermauern und die Region zu einem wichtigen Zentrum für erneuerbare Energien in Deutschland machen.
Die geplante Anlage wird sich über eine Fläche von 170 Hektar erstrecken und soll eine jährliche Stromproduktion von rund 150 Gigawattstunden erreichen. Der erzeugte Strom wird in das regionale 110-Kilovolt-Netz eingespeist. Das notwendige Planfeststellungsverfahren wird derzeit vom Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg geprüft. Die geplante Betriebsdauer der Anlage ist auf 25 Jahre ausgelegt.
Batteriesystem als Puffer für das PV-Kraftwerk
Eine wesentliche Komponente des Projekts ist der Batteriespeicher mit einer Kapazität von 200 Megawattstunden. Er dient als Puffer, um den tagsüber erzeugten Solarstrom zu speichern und bedarfsgerecht ins Netz abzugeben, beispielsweise in den Abendstunden oder bei hoher Nachfrage. Dies trägt maßgeblich zur Netzstabilität bei und verbessert die Integration der wetterabhängigen Solarenergie in das Gesamtsystem.
Dieses Prinzip, die am Tag erzeugte Solarenergie für eine spätere Nutzung zu speichern, gewinnt auch im privaten Sektor an Bedeutung, wie die steigende Nachfrage nach PV-Anlagen mit Speicher und Montagesets für Eigenheime zeigt. Bei vergleichbaren Großprojekten in der Region kommt zudem vermehrt die sogenannte DC-Kopplung zum Einsatz, bei der die Speicher direkt mit den Solarmodulen verbunden werden, um die Effizienz zu steigern und Kosten zu senken.
Tino Kersting, Leiter der Projektentwicklung für Vattenfall in Deutschland, betont die strategische Bedeutung der Kombination: „Das Zusammenspiel von Photovoltaikanlage, Batteriespeicher und der Nähe zum 110-kV-Netz bietet eine ideale Voraussetzung für den Betrieb der Anlage und die Einspeisung von erneuerbarer Energie. Der Batteriespeicher sorgt dafür, dass die erzeugte Energie bei Bedarf ins Netz eingespeist werden kann, was die Netzstabilität unterstützt.“
Planung für Klimaneutralität durch PV-Kraftwerk mit Speicher
Das Projekt ist ein Baustein in der umfassenden Strategie von Vattenfall, bis zum Jahr 2040 Klimaneutralität zu erreichen. Das Unternehmen plant Investitionen in Milliardenhöhe für den Ausbau von Wind- und Solarenergie sowie für hybride Speicherlösungen. Die finale Realisierung des Vorhabens in Cottbus ist von der Genehmigung durch die zuständigen brandenburgischen Behörden abhängig.
Während Großprojekte wie in Cottbus das Fundament der Energiewende bilden, können auch Privatpersonen einen aktiven Beitrag leisten. Für Mieter und Eigentümer mit begrenztem Platz bieten sich beispielsweise Balkonkraftwerke ohne Speicher an, um die eigenen Stromkosten zu senken. Zunehmend sind auch Balkonkraftwerke mit Speicher verfügbar, die eine Nutzung des selbst erzeugten Solarstroms auch nach Sonnenuntergang ermöglichen.
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