TÜV Rheinland: Neue Blendgutachten für Solaranlagen ab 2025

Absolut. Hier ist die überarbeitete Version des Blogposts, die zusätzlichen Kontext, eine klare Struktur und relevante Informationen für die Leser in Deutschland enthält.


TÜV Rheinland: Neue Sicherheitsstandards für Blendgutachten von Solaranlagen

Der Ausbau der Solarenergie in Deutschland schreitet voran, doch mit der wachsenden Zahl von Photovoltaikanlagen rückt auch das Thema Sicherheit stärker in den Fokus. Ein zentraler Aspekt dabei ist die potenzielle Blendwirkung durch Sonnenreflexionen. Der TÜV Rheinland hat seine Verfahren zur Erstellung von Blendgutachten an die neuen, bundesweit einheitlichen Anforderungen angepasst und wurde dafür von der Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS) geprüft. Diese Gutachten sind entscheidend, um die Sicherheit im Straßen-, Schienen-, Flug- und Schiffsverkehr zu gewährleisten.

Warum Blendgutachten für Solaranlagen 2025 entscheidend sind

Photovoltaikanlagen, insbesondere große Freiflächenanlagen, können unter bestimmten Einstrahlungswinkeln der Sonne wie Spiegel wirken. Die dabei entstehenden Reflexionen können eine erhebliche Blendwirkung entfalten und die Sicht von Verkehrsteilnehmern stark beeinträchtigen. Dies stellt ein ernstzunehmendes Sicherheitsrisiko dar, insbesondere in kritischen Zonen wie:

  • Anflugschneisen von Flughäfen: Piloten könnten im Landeanflug geblendet werden.
  • Entlang von Autobahnen und Bundesstraßen: Autofahrer könnten abgelenkt oder kurzzeitig orientierungslos werden.
  • In der Nähe von Schienennetzen: Lokführer benötigen eine uneingeschränkte Sicht auf die Signaltechnik.
  • An Schifffahrtswegen: Kapitäne auf Flüssen und Kanälen sind auf klare Sichtverhältnisse angewiesen.

Um solche Gefahren auszuschließen, verlangen Genehmigungsbehörden für Solarparks in verkehrsnahen Lagen ein sogenanntes Blendgutachten. Dieses dient als Nachweis, dass von der geplanten Anlage keine unzulässige Störung ausgeht.

Neue Standards für Blendgutachten Solaranlagen schaffen Klarheit (TÜV Rheinland)

Bislang fehlten in Deutschland einheitliche wissenschaftliche Standards für die Erstellung solcher Gutachten. Dies führte in der Vergangenheit zu unterschiedlichen Bewertungen und Unsicherheiten bei Planern und Investoren. Um hier Abhilfe zu schaffen, hat das Fernstraßenbundesamt (FStrBA) im November 2025 erstmals verbindliche Eckpunkte für Blendgutachten veröffentlicht.

Der TÜV Rheinland, der bereits über langjährige Erfahrung in diesem Bereich verfügt, erfüllt diese neuen Anforderungen. Das Prüfverfahren des Unternehmens, das auf detaillierten Simulationen basiert, wurde bereits 2025 von der DAkkS akkreditiert. Für die Analyse werden Standortdaten, der Sonnenverlauf im Jahreszyklus sowie die technischen Spezifikationen der geplanten Anlage herangezogen, um potenzielle Reflexionsrisiken präzise zu berechnen. Diese Akkreditierung gilt als wichtiges Qualitätsmerkmal und kann die behördlichen Prüfprozesse beschleunigen.

Was bedeutet das Blendgutachten für Hausbesitzer und Mieter?

Die Pflicht zur Vorlage eines aufwendigen, akkreditierten Blendgutachtens betrifft in der Regel nur Betreiber von großen Freiflächenanlagen oder gewerblichen Dachanlagen in exponierter Lage. Für private Hausbesitzer und Mieter sind die Hürden deutlich geringer, dennoch sollte das Thema nicht ignoriert werden.

Moderne Solarmodule sind heute meist mit Antireflex-Beschichtungen versehen, die die Blendwirkung im Vergleich zu älteren Modellen erheblich reduzieren. Dennoch ist es ratsam, bei der Planung einer Anlage die möglichen Auswirkungen auf die Nachbarschaft zu berücksichtigen, um spätere Konflikte zu vermeiden.

  • Für Hausbesitzer: Wer die Installation von kompletten PV-Anlagen mit Speicher und Montagesets plant, sollte gemeinsam mit dem Installateur einen Blick auf die Ausrichtung der Module werfen. So lässt sich vermeiden, dass die Mittagssonne direkt in das Wohnzimmerfenster des Nachbarn reflektiert wird.

  • Für Mieter und Wohnungseigentümer: Auch bei der Installation kleinerer Anlagen ist Umsicht geboten. Ein Balkonkraftwerk ohne Speicher ist schnell montiert, doch seine Position am Balkongeländer kann Reflexionen in gegenüberliegende Wohnungen werfen. Gleiches gilt für moderne Balkonkraftwerke mit Speicher, die eine flexible Energienutzung ermöglichen. Eine rücksichtsvolle Platzierung trägt zu einem guten nachbarschaftlichen Verhältnis bei.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die neuen Standards für Blendgutachten vor allem die Sicherheit im öffentlichen Raum erhöhen und die Planungssicherheit für Großprojekte verbessern. Für den privaten Anwender unterstreichen sie die Wichtigkeit einer durchdachten und rücksichtsvollen Installation, die den Erfolg der Energiewende auf allen Ebenen unterstützt.

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