Thüringen entdeckt riesiges Solarpotenzial an Autobahnen & Bahnlinien 2025

Solarpotenzial Thüringen: Autobahnen und Bahnlinien im Fokus (2025)

Thüringen rückt bei der Energiewende ungenutzte Flächen in den Fokus: Die Randbereiche entlang von Autobahnen und Bahnstrecken sollen künftig verstärkt für die Erzeugung von Solarstrom genutzt werden. Eine aktuelle Potenzialanalyse, die im Auftrag des Umweltministeriums von der Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur (ThEGA) durchgeführt wurde, bestätigt das erhebliche Potenzial dieser sogenannten „Energiestraßen“. Damit beschreitet das Bundesland einen innovativen Weg, um den Ausbau erneuerbarer Energien voranzutreiben, ohne dabei in Konkurrenz zu landwirtschaftlichen Flächen oder Naturschutzgebieten zu treten. So entdeckt Thüringen 2025 das riesige Solarpotenzial an Autobahnen und Bahnlinien, um seine Klimaziele zu erreichen.

Studie: Neue Flächen für die Energiewende in Thüringen identifiziert

Die kürzlich veröffentlichte Analyse der ThEGA bildet die strategische Grundlage für zukünftige Solarprojekte entlang der Verkehrsinfrastruktur. Ziel ist es, den Ausbau von Freiflächen-Photovoltaikanlagen zu beschleunigen, indem bereits versiegelte oder anderweitig vorbelastete Flächen doppelt genutzt werden. Dieser Ansatz entschärft Flächenkonflikte und ergänzt die klassische Solarenergiegewinnung auf Dächern und in Solarparks.

Die Kooperation zwischen der ThEGA und der Deutschen Bahn (DB) ist ein zentraler Baustein des Vorhabens. Gemeinsam werden geeignete Flächen entlang des Schienennetzes identifiziert, um die Energieversorgung Thüringens nachhaltig zu stärken. Eine fachkundige Photovoltaik Beratung für Thüringen, wie sie die Servicestelle Solar anbietet, ist für die Umsetzung solcher Großprojekte unerlässlich.

Thüringen: Erste Erfolge und Ausbaupläne für Solaranlagen

Thüringen hat bereits erste Erfahrungen mit Solaranlagen an Verkehrswegen gesammelt. Schon 2023 wurden im Rahmen eines Pilotprojekts des Bundesverkehrsministeriums Anlagen entlang der A4 bei Gotha und der A9 bei Schleiz erfolgreich in Betrieb genommen.

Aufbauend auf diesen Erfolgen sollen die Pläne nun ausgeweitet werden: Bis zum Sommer 2025 sollen rund 200 Kilometer Autobahn- und Bahnstreckenabschnitte detailliert auf ihre Eignung für Photovoltaikanlagen überprüft werden. Die Prognosen sind vielversprechend: Die geplanten Anlagen könnten eine Leistung von bis zu 50 Megawatt erreichen. Diese Menge an sauberem Strom würde ausreichen, um den Jahresbedarf von etwa 50.000 Haushalten zu decken. Der erzeugte Strom könnte zudem direkt vor Ort genutzt werden, etwa für den Ausbau von Thüringens Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge oder zur Versorgung von Bahnhöfen.

Solarpotenzial an Autobahnen und Bahnlinien als Beitrag zur Energiestrategie Thüringens

Aktuell wird rund ein Drittel des in Thüringen verbrauchten Stroms aus erneuerbaren Quellen, hauptsächlich Windkraft und Photovoltaik, erzeugt. Die Landesregierung verfolgt das ambitionierte Ziel, bis zum Jahr 2040 den gesamten Energiebedarf klimaneutral zu decken. Projekte wie die Nutzung von Verkehrsflächen sind entscheidend, um dieses Ziel zu erreichen, wie auch der Erfolg der Photovoltaikanlage in Schwarza (Rudolstadt) mit hoher Ersparnis bei Kosten zeigt.

Während das Land in große Infrastrukturprojekte investiert, können auch Privatpersonen einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten. Die Möglichkeiten reichen von kompletten PV-Anlagen mit Speicher und Montagesets für das Eigenheim bis hin zu flexiblen Lösungen wie einem Balkonkraftwerk ohne Speicher für Mieter. Wer sich für die Technologie interessiert, kann sich bei Veranstaltungen wie dem geplanten Tag der offenen Tür 2025 bei TEAG Solar Thüringen umfassend informieren.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Thüringen mit der systematischen Erschließung von Flächen an Autobahnen und Bahnlinien eine Vorreiterrolle einnimmt. Die Ergebnisse der Studie werden nicht nur den Ausbau der erneuerbaren Energien im Freistaat beschleunigen, sondern könnten auch als Vorbild für andere Bundesländer dienen.

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