Die Deutsche Telekom plant eine Milliarden-Investition in ein neues, hochmodernes Rechenzentrum in Brandenburg. Das Projekt soll vollständig mit regional erzeugtem Solarstrom betrieben werden, wofür eine Photovoltaik-Anlage mit 500 Megawatt (MW) Leistung sowie ein Batteriespeicher mit einer Kapazität von bis zu 1.500 Megawattstunden (MWh) vorgesehen sind.
Spremberg als Standort für das 500 MW Solarpark Rechenzentrum in Brandenburg
Am Montag unterzeichnete die Deutsche Telekom eine Absichtserklärung mit dem Landkreis Spree-Neiße, um den Bau des Rechenzentrums in der Stadt Spremberg zu prüfen. Laut Berichten des Manager Magazins soll die endgültige Investitionsentscheidung bis Ende 2024 fallen.
Das Vorhaben reiht sich in eine wachsende Zahl von Großprojekten im Bereich der erneuerbaren Energien in Brandenburg ein. Die Region entwickelt sich zunehmend zu einem Zentrum für Solarenergie, was durch Initiativen wie neue Solar- und Speicherprojekte von Prime Capital oder die Installation von Solarmodulen im Solarpark Ketzin unterstrichen wird. Diese Entwicklungen festigen die Position des Bundeslandes als Vorreiter der Energiewende in Deutschland.
Energiekonzept für das Rechenzentrum: 500 MW Solarpark und Speicher
Das geplante Rechenzentrum soll eine Leistung von 50 MW aufweisen. Um den Betrieb rund um die Uhr klimaneutral zu gewährleisten, wird eine Photovoltaik-Anlage mit 500 MW Leistung errichtet – das Zehnfache des Eigenbedarfs. Ein Batteriespeicher mit einer Kapazität von bis zu 1.500 MWh soll die Stromversorgung auch nachts oder bei geringer Sonneneinstrahlung sicherstellen. Überschüssiger Strom wird in das öffentliche Netz eingespeist, bei Bedarf kann Energie aus dem Netz zurückbezogen werden.
Christian Wollin, ein Manager der Telekom, betonte, dass das Unternehmen bis 2025 klimaneutral wirtschaften will. Das geplante Rechenzentrum in Spremberg soll dabei als Vorzeigeprojekt für eine gelungene Energiewende dienen. Der Ausbau von Solarparks in Deutschland ist ein entscheidender Faktor für das Erreichen der nationalen Klimaziele. Das Prinzip der Eigenerzeugung und Speicherung von Solarstrom gewinnt dabei nicht nur im industriellen Maßstab an Bedeutung, sondern auch für private Haushalte. Lösungen reichen hier von kompletten PV-Anlagen mit Speicher für Eigenheimbesitzer bis hin zu kompakten Balkonkraftwerken ohne Speicher für Mieter.
Milliarden-Investition in Brandenburgs Rechenzentrum mit Speicher
Die Investitionskosten für das Gesamtprojekt werden auf einen mittleren einstelligen Milliardenbetrag geschätzt. Ein wesentlicher Teil davon entfällt auf die Infrastruktur zur Kühlung der Server. Geplant ist der Bau eines Kanals, der Wasser aus der Spree direkt zum Rechenzentrum leitet, um einen effizienten und nachhaltigen Kühlbetrieb zu gewährleisten.
Das Vorhaben ist Teil einer umfassenden Strategie der Deutschen Telekom zur Modernisierung ihrer Rechenzentrumsinfrastruktur. In den kommenden Jahren plant das Unternehmen die Errichtung von insgesamt sechs neuen, hocheffizienten Standorten, welche die älteren Rechenzentren in Deutschland ersetzen sollen.
500 MW Solarpark Brandenburg: Nächste Schritte für das Rechenzentrum
In einer Mitteilung erklärte die Telekom, dass sie eine enge Zusammenarbeit mit der Stadt Spremberg und dem Landkreis Spree-Neiße anstrebt. Bis Ende 2024 sollen wesentliche Rahmenbedingungen für den Bau geklärt werden. Dazu gehören die Sicherstellung der Wasserversorgung, die Anbindung an das Stromnetz sowie die Verfügbarkeit geeigneter Flächen.
Die Wahl Brandenburgs als Standort ist kein Zufall. Das Bundesland bietet günstige Voraussetzungen für Solar-Großprojekte, was auch andere Investoren erkannt haben. So plant beispielsweise Prime Capital ein 800-MW-Solarprojekt und erst kürzlich wurde ein neuer Solarpark von Ampyr Solar Europe eröffnet. Das Projekt der Telekom unterstreicht das Engagement des Konzerns, die eigene Infrastruktur zu erneuern und gleichzeitig einen aktiven Beitrag zur Energiewende zu leisten.







