In Fürth setzen Unternehmen wie die Metzner Maschinenbau GmbH verstärkt auf Sonnenstrom, um ihre Energiekosten zu senken und sich einen signifikanten Wettbewerbsvorteil zu verschaffen. Angesichts volatiler Energiepreise bietet die Eigenerzeugung von Solarstrom nicht nur Kostensenkungen, sondern auch eine wichtige Planungssicherheit. Die Stadtwerke Fürth unterstützen diesen Wandel aktiv durch den gezielten Ausbau der Photovoltaik-Infrastruktur, um sowohl ökologischen als auch wirtschaftlichen Nutzen für die gesamte Region zu fördern.
Metzner Maschinenbau als Vorreiter für Sonnenstrom in Fürth
Die Metzner Maschinenbau GmbH positioniert sich als Vorreiter in der Region und hat als erster Geschäftskunde der Stadtwerke Fürth eine großflächige Photovoltaikanlage auf ihrem Firmendach errichten lassen. Die Anlage, die eine Spitzenleistung von 250 Kilowatt (kWp) aufweist, soll ab Februar 2024 in Betrieb gehen und einen erheblichen Teil des Energiebedarfs des Unternehmens decken.
Geschäftsführer Oliver Metzner erläutert, dass die Entscheidung für Sonnenstrom eine strategische Reaktion auf die stark gestiegenen Energiekosten sei. Mit der neuen Anlage prognostiziert das Unternehmen eine Reduzierung seiner Energiekosten um etwa 40 Prozent. Die Stadtwerke Fürth spielen bei dieser Transformation eine zentrale Rolle, indem sie Unternehmen wie Metzner bei der Planung, Installation und Integration von Photovoltaikanlagen fachkundig begleiten.
Photovoltaik: Wirtschaftliche Vorteile und ökologischer Nutzen für Fürth
Rolf Lübke, Geschäftsführer der Stadtwerke Fürth, betont, dass Sonnenstrom eine Investition ist, die sich doppelt auszahlt: Sie ist ökologisch geboten und zugleich ökonomisch äußerst vorteilhaft. Im Rahmen der Energiewende haben die Stadtwerke seit 2019 den Ausbau von Photovoltaik in der Region konsequent vorangetrieben. Die Anlage auf dem Dach von Metzner Maschinenbau ist das jüngste Beispiel dieser Strategie.
Insgesamt wurden in den letzten Jahren rund 800 neue Photovoltaikanlagen im Fürther Stadtgebiet realisiert, die zusammen eine Gesamtleistung von 15.000 Kilowatt erreichen. Davon betreiben die Stadtwerke 35 Anlagen in Eigenregie, während der Großteil auf die Dächer von privaten Haushalten sowie Gewerbe- und Industriebetrieben entfällt.
Lübke erklärt den besonderen wirtschaftlichen Nutzen für Unternehmen: „Unternehmen verbrauchen den meisten Strom tagsüber, wenn die PV-Anlage die höchste Leistung erbringt.“ Dieser hohe Grad an Eigenverbrauch führt dazu, dass der teure Strombezug aus dem Netz minimiert wird. Das entlastet nicht nur das öffentliche Stromnetz, sondern maximiert auch die Einsparungen für die Betriebe. Was im Großen für Unternehmen gilt, lässt sich auch auf Eigenheime übertragen, wo der Eigenverbrauch oft durch den Einsatz kompletter PV-Anlagen mit Speicher und Montagesets optimiert wird.
Herausforderungen beim Ausbau von Solarenergie in Fürth
Trotz der offensichtlichen Vorteile stößt der Ausbau der Solarenergie in der Praxis auf Hindernisse. Lübke weist auf administrative Hürden hin, die Projekte oft unnötig verzögern. Ein prägnantes Beispiel ist die Solaranlage auf dem Dach des Stadttheaters Fürth: Obwohl sie seit fast einem Jahr technisch installationsbereit ist, konnte sie aufgrund bürokratischer Prozesse noch nicht in Betrieb genommen werden. Solche Verzögerungen sind ein deutschlandweites Problem, das die Geschwindigkeit der Energiewende bremst.
Dennoch halten die Stadtwerke Fürth an ihren ambitionierten Zielen fest. Lübke kündigt an, dass in den kommenden drei Jahren weitere 16 Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 7.700 Kilowatt realisiert werden sollen. Diese Projekte sind ein entscheidender Baustein, um den Anteil erneuerbarer Energien im lokalen Strommix signifikant zu erhöhen.
Bürgerbeteiligung an der Energiewende in Fürth
Die Stadtwerke Fürth richten ihren Fokus nicht nur auf Unternehmen, sondern beziehen auch die Bürgerschaft aktiv mit ein. Für das kommende Jahr sind Bürgerbeteiligungsmodelle geplant, die es den Einwohnern ermöglichen, sich finanziell an kommunalen Photovoltaikprojekten zu beteiligen. Diese Modelle sollen eine jährliche Rendite von bis zu fünf Prozent bieten und so das Engagement für die lokale Energiewende stärken.
Neben solchen finanziellen Beteiligungen gibt es für Bürgerinnen und Bürger auch direkte Wege, die Energiewende mitzugestalten. Insbesondere für Mieter und Wohnungseigentümer bieten sich sogenannte Balkonkraftwerke ohne Speicher an, um die Grundlast im Haushalt tagsüber zu decken. Wer den selbst erzeugten Strom auch abends nutzen möchte, kann auf Balkonkraftwerke mit Speicher zurückgreifen.
Für Oliver Metzner ist die Investition in die Photovoltaikanlage ein klares Bekenntnis zur Nachhaltigkeit. Er hofft, dass das Beispiel seines Unternehmens andere Betriebe in der Region motiviert, ebenfalls auf erneuerbare Energien zu setzen. Die Kooperation zwischen der Metzner Maschinenbau GmbH und den Stadtwerken Fürth demonstriert eindrucksvoll, wie die Energiewende vor Ort gelingen kann. Sie stärkt nicht nur den Umweltschutz, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit der lokalen Wirtschaft.







