Solarpark Ketzin Havelland: Stromversorgung für 28.000 Haushalte ab 2025
Die Stadt Ketzin im Havelland hat in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen GP Joule einen bedeutenden Schritt zur Förderung der regionalen Energiewende vollzogen. Ein neuer Solarpark auf einer Fläche von 70 Hektar wurde erfolgreich in Betrieb genommen und versorgt seit Ende 2025 rund 28.000 Haushalte mit erneuerbarer Energie. Das Projekt stärkt nicht nur die lokale Energieunabhängigkeit, sondern schafft auch finanzielle Spielräume für kommunale Vorhaben.
Die Inbetriebnahme des Parks unterstreicht die wachsende Bedeutung der Region Brandenburg für die Solarenergie, wo auch andere Großprojekte wie die erste EDP Renewables Photovoltaikanlage in Ketzin realisiert wurden.
Technische Details und Klimaschutz durch den Solarpark Ketzin
Nachdem die Stadtverordnetenversammlung den Weg für den Bauantrag durch den Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan geebnet hatte, wurde die Anlage zügig errichtet. Der Solarpark erzeugt jährlich etwa 91 Gigawattstunden (GWh) Strom. Diese Leistung reicht aus, um rund ein Drittel des Strombedarfs im gesamten Landkreis Havelland zu decken, der im April 2025 circa 80.100 Haushalte zählte.
Technisch basiert die Anlage auf 148.000 Solarmodulen, deren erzeugter Gleichstrom von 186 Wechselrichtern in netzkonformen Wechselstrom umgewandelt wird. Zehn Transformatoren auf dem Gelände und ein neues Umspannwerk sorgen dafür, dass der Strom auf eine Spannung von 110 Kilovolt transformiert und effizient in das öffentliche Netz eingespeist wird. Durch den Betrieb des Solarparks werden jährlich etwa 75.000 Tonnen CO₂-Emissionen vermieden.
Solarpark Ketzin: Finanzielle Vorteile und Projekte für die Kommune
Die Stadt Ketzin profitiert erheblich von dem Projekt. Die vertragliche Vereinbarung mit GP Joule sichert der Kommune jährliche Einnahmen von 1.500 Euro pro Hektar, was einer Gesamtsumme von 105.000 Euro pro Jahr entspricht. Zusätzlich floss eine einmalige Zahlung von 150.000 Euro in die Stadtkasse.
Bürgermeister Christian Hentschel betonte, dass diese Mittel direkt den Bürgern zugutekommen. Geplant sind unter anderem Investitionen in die Umweltbildung und Infrastruktur. So soll der Parkplatz am Bahnhof saniert und mit einer eigenen Photovoltaikanlage ausgestattet werden, um die dortigen Elektroladesäulen zu versorgen. Des Weiteren sind die Modernisierung der Freizeitanlage Strandbad sowie die Sanierung der Spielplätze in Ketzin und Tremmen vorgesehen, wobei teilweise Spielgeräte aus recyceltem Kunststoff zum Einsatz kommen sollen.
Stromversorgung für Landwirtschaft und innovative Flächennutzung durch Solarpark Ketzin
Ein besonderes Merkmal des Solarparks ist die direkte Stromversorgung eines landwirtschaftlichen Betriebs in Tremmen über ein eigenes Umspannwerk. Dies senkt die Energiekosten des Betriebs und fördert eine nachhaltige Landwirtschaft.
Darüber hinaus plant GP Joule die Umsetzung einer Agri-Photovoltaik-Anlage. Dieses Konzept ermöglicht die Doppelnutzung von landwirtschaftlichen Flächen: Während die Solarmodule Strom erzeugen, kann unter ihnen weiterhin Ackerbau betrieben werden. Damit bleibt die wertvolle Agrarfläche für die Nahrungsmittelproduktion erhalten.
Solarpark Ketzin als Teil der Energiewende 2025
Das Projekt in Ketzin ist ein Beispiel für die dezentrale Energiewende und fügt sich in den nationalen Trend ein, wonach die Solarstromerzeugung in Deutschland deutlich zulegt. Während Großanlagen wie diese das Rückgrat der Versorgung bilden, zeigt sich der Photovoltaik-Boom auch zunehmend in deutschen Haushalten.
Für Hausbesitzer und Mieter gibt es ebenfalls zahlreiche Möglichkeiten, an der Energiewende teilzuhaben. Während für Eigentümer komplette PV-Anlagen mit Speicher und Montagesets eine Option darstellen, können Mieter mit Balkonkraftwerken ohne Speicher oder Balkonkraftwerken mit Speicher unkompliziert eigenen Solarstrom erzeugen. Weitere Entwicklungen und Solar News zeigen, wie Kommunen, Unternehmen und Privatpersonen gemeinsam eine nachhaltige Energiezukunft gestalten.







