Solaranlage Zerbst (Sachsen-Anhalt) mit Speicher erfolgreich in Betrieb

Solaranlage Zerbst (Sachsen-Anhalt): 46-MW-Park für die Energiewende in Betrieb

Die Stadt Zerbst in Sachsen-Anhalt rückt mit der Inbetriebnahme eines neuen Photovoltaik-Batteriespeicher-Hybridkraftwerks in den Fokus der Energiewende. Das vom norwegischen Energiekonzern Statkraft realisierte Projekt verfügt über eine Leistung von 46,4 Megawatt (MW) und soll jährlich genug Grünstrom für rund 14.000 Haushalte erzeugen. Es handelt sich um ein Leuchtturmprojekt, das die Potenziale erneuerbarer Energien für die Region aufzeigt.

Details zum Hybridkraftwerk mit Speicher in Zerbst

Das neue Kraftwerk, das auf einer 41 Hektar großen Fläche einer ehemaligen Kiesgrube errichtet wurde, kombiniert eine großflächige Solaranlage mit einem leistungsstarken Batteriespeichersystem. Diese Kombination ist ein entscheidender Schritt für eine stabile und zuverlässige Stromversorgung. Während die Solarmodule mit einer Spitzenleistung von 46,4 MW Sonnenlicht in elektrische Energie umwandeln, sorgt der Batteriespeicher mit einer Kapazität von 57 Megawattstunden (MWh) dafür, dass überschüssige Energie zwischengespeichert und bei Bedarf – etwa nachts oder bei hoher Nachfrage – wieder ins Netz eingespeist werden kann. Dieses Vorgehen erhöht die Netzstabilität und macht die Stromerzeugung aus volatilen Quellen planbarer.

Die Investitionssumme für das Projekt belief sich auf rund 45 Millionen Euro. Die Anlage soll jährlich etwa 50.000 MWh Strom produzieren und dabei rund 32.000 Tonnen CO₂ einsparen. Das Projekt unterstreicht die wachsende Bedeutung der Photovoltaik für eine dezentrale und klimafreundliche Energieversorgung.

Vorteile der Solaranlage Zerbst für Kommune und Energiewende

Neben dem ökologischen Nutzen profitiert auch die Stadt Zerbst direkt von der Anlage. Durch erwartete Gewerbesteuereinnahmen und eine jährliche Kommunalabgabe von rund 100.000 Euro fließen finanzielle Mittel in die lokale Infrastruktur. Bürgermeister Andreas Dittmann (SPD) hatte in anderem Zusammenhang bereits die Bereitschaft der Stadt betont, Verantwortung zu übernehmen – ein Grundsatz, der auch bei der Unterstützung von Zukunftsprojekten wie diesem zum Tragen kommt.

Das Projekt in Zerbst ist Teil eines deutschlandweiten Trends. Immer mehr Bundesländer setzen auf den Ausbau erneuerbarer Energien, wie auch die erfolgreiche Photovoltaik-Förderung in Niedersachsen 2025 zeigt, die den Bau zahlreicher weiterer Anlagen sichert.

Speicher als Schlüssel für zukunftsfähige Energieversorgung

Die Integration eines Batteriespeichers ist ein wesentliches Merkmal des Zerbster Projekts. Sie adressiert eine der zentralen Herausforderungen der Energiewende: die schwankende Verfügbarkeit von Sonnen- und Windenergie. Intelligente Speichersysteme sind der Schlüssel, um eine kontinuierliche Stromversorgung zu gewährleisten. Damit wird eines der gängigen Mythen über Photovoltaik widerlegt, nämlich dass Solarstrom bei Dunkelheit unweigerlich zu Engpässen führt.

Was im industriellen Maßstab funktioniert, wird auch für private Haushalte immer wichtiger. Die Kombination aus Solaranlage und Heimspeicher ermöglicht es Eigenheimbesitzern, ihren Eigenverbrauch zu maximieren und sich unabhängiger vom öffentlichen Netz zu machen. Eine Grundvoraussetzung dafür ist oft eine Anpassung der Hauselektrik, wobei ein moderner Zählerschrank für den PV-Speicher die sichere und effiziente Verteilung des Solarstroms gewährleistet.

Solaranlage mit Speicher: Was bedeutet das für Hausbesitzer und Mieter?

Der Ausbau der erneuerbaren Energien wird zunehmend auch durch gesetzliche Vorgaben vorangetrieben. In einigen Bundesländern gibt es bereits Verpflichtungen zur Installation von Solaranlagen bei Neubauten oder größeren Sanierungen. Ein Beispiel ist die PV-Pflicht bei Dachsanierung in Baden-Württemberg, die Eigentümer zum Handeln auffordert.

Für Hausbesitzer, die in die eigene Stromerzeugung investieren möchten, bieten sich komplette PV-Anlagen mit Speicher und Montagesets an, um den erzeugten Strom optimal zu nutzen. Doch auch Mieter oder Wohnungseigentümer können einen Beitrag leisten. Sogenannte Balkonkraftwerke sind eine einfache Möglichkeit, eigenen Solarstrom zu produzieren. Diese Mini-Anlagen sind als Balkonkraftwerke ohne Speicher für die direkte Deckung des Grundbedarfs oder zunehmend auch als Balkonkraftwerke mit Speicher erhältlich, um die Sonnenenergie auch abends nutzen zu können.

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