Solar Materials Magdeburg gewinnt AURA-Award 2025 für Solarmodul-Recycling
Das Cleantech-Unternehmen Solar Materials aus Magdeburg wurde mit dem renommierten AURA-Award 2025 in der Kategorie „Circular Economy“ ausgezeichnet. Die Ehrung, verliehen vom Umweltministerium des Landes Sachsen-Anhalt, würdigt das wegweisende Verfahren des Unternehmens zur Rückgewinnung wertvoller Rohstoffe aus ausgedienten Photovoltaik-Modulen.
Solar Materials: Erfolg durch Innovation und Nachhaltigkeit
Das 2021 gegründete Unternehmen hat sich auf die Fahnen geschrieben, eine entscheidende Lücke in der Energiewende zu schließen: das nachhaltige Recycling von Solarmodulen am Ende ihrer Lebensdauer. Mit einem vollautomatisierten Prozess gelingt es Solar Materials, eine Auszeichnung für sein Solarmodul-Recycling in Magdeburg zu erhalten und wertvolle Materialien zurückzugewinnen. Die Technologie ermöglicht es, bis zu 95 Prozent des Siliziums, 96 Prozent des Silbers und 99 Prozent des Aluminiums sowie Glas aus den Modulen zu separieren und dem Wirtschaftskreislauf erneut zuzuführen.
Angesichts des starken Ausbaus der Solarenergie in Deutschland – von großen Freiflächenanlagen bis hin zu privaten Aufdachanlagen und kompakten Lösungen wie Balkonkraftwerken ohne Speicher – wird die Frage der Entsorgung in den kommenden Jahren massiv an Bedeutung gewinnen. Initiativen wie die Förderung für Freiflächen-Photovoltaik in NRW beschleunigen diesen Trend zusätzlich. Das Verfahren von Solar Materials bietet hier eine ökologisch und ökonomisch sinnvolle Antwort.
Die Bedeutung des AURA-Awards 2025 für Solar Materials
Der AURA-Award wird jährlich vom Land Sachsen-Anhalt verliehen, um herausragende und zukunftsweisende Projekte im Bereich Nachhaltigkeit und Energieeffizienz zu würdigen. Umweltminister Prof. Dr. Armin Willingmann überreichte den Preis und lobte das Unternehmen als ein Paradebeispiel dafür, wie Kreislaufwirtschaft in der Solarindustrie erfolgreich umgesetzt werden kann.
„Die Auszeichnung mit dem AURA-Award 2025 ehrt uns sehr und bestärkt uns in unserem Ziel, End-of-Life-Module weltweit nachhaltig zu recyceln“, so Dr. Jan-Philipp Mai, Mitgründer und CEO von Solar Materials. Die Anerkennung unterstreicht die wachsende Notwendigkeit, den gesamten Lebenszyklus von erneuerbaren Energietechnologien zu betrachten. Für Hausbesitzer, die in PV-Anlagen mit Speicher und Montagesets investieren, schafft dies die Sicherheit, dass ihre Technologie auch nach Jahrzehnten umweltgerecht verwertet werden kann.
Solar Materials: Zukunftsperspektiven nach dem AURA-Award
Mit dem Rückenwind der Auszeichnung plant das Unternehmen bereits die nächsten Schritte. Am Standort Magdeburg, wo SOLAR MATERIALS das Solarmodul-Recycling gestartet hat, sollen die Kapazitäten bis 2026 verdreifacht werden. Derzeit können jährlich bis zu 7.000 Tonnen Solarmodule verarbeitet werden. Zudem ist eine internationale Expansion mit einem ersten Standort in Italien geplant.
Der Erfolg von Solar Materials zeigt, dass die Kreislaufwirtschaft ein integraler Bestandteil der Energiewende ist. Während Bundesländer wie Niedersachsen eine erfolgreiche Photovoltaik-Förderung vorantreiben, sorgen innovative Unternehmen dafür, dass der ökologische Fußabdruck der Solarenergie auch langfristig klein bleibt. Dies ist nicht nur für Großprojekte relevant, sondern auch für Mieter, die mit einem Balkonkraftwerk mit Speicher einen Beitrag zur Energiewende leisten und sich auf nachhaltige Entsorgungswege verlassen können müssen.







