SMA Solar: Neue Technik für PV-Kraftwerke in Schleswig-Holstein

SMA Solar: Stärkung des Standorts Deutschland für PV-Kraftwerke

Die SMA Solar Technology AG, ein führender Spezialist für Photovoltaik-Systemtechnik, hat weitreichende strategische Entscheidungen zur Stärkung des Produktionsstandorts Deutschland und zur Erweiterung seines Produktangebots für Großprojekte getroffen. Das Unternehmen plant eine Verdopplung seiner Fertigungskapazitäten am Hauptsitz in Niestetal, Hessen, und führt gleichzeitig eine neue Systemlösung ein, die insbesondere für große PV-Kraftwerke, wie sie in Schleswig-Holstein entstehen, relevant ist.

Kapazitätserweiterung für SMA Solar am Standort Niestetal

Der Vorstand von SMA Solar hat beschlossen, die Produktionskapazitäten für Wechselrichter von 20 auf 40 Gigawatt (GW) pro Jahr zu verdoppeln. Diese signifikante Erweiterung wird vollständig am Unternehmensstandort in Niestetal gebündelt. Die Investition wird teilweise durch eine Förderung in Höhe von 70 Millionen Euro aus dem europäischen IPCEI-Programm unterstützt. Ziel ist es, die wachsende Nachfrage nach moderner Solartechnik zu bedienen und die europäische Lieferkette für erneuerbare Energien zu festigen. Mit diesem Schritt reagiert das Unternehmen auf die hohe Marktdynamik und setzt ein klares Zeichen für den Produktionsstandort Deutschland.

Neue SMA Systemlösung für PV-Großprojekte in Schleswig-Holstein

Parallel zur Produktionserweiterung hat SMA sein Portfolio für PV- und Batteriespeicher-Kraftwerke um eine neue Mittelspannungslösung erweitert. Die „Medium Voltage Power Station-9200“ ist eine schlüsselfertige Kompakteinheit, die in einem 40-Fuß-Container untergebracht ist. Sie integriert zwei leistungsstarke Wechselrichter, Transformatoren und eine Mittelspannungsschaltanlage.

Diese Lösung vereinfacht die Planung und Installation von Großanlagen erheblich und ist somit ideal für Projektentwickler und EPC-Unternehmen (Engineering, Procurement, Construction), die in Regionen wie Schleswig-Holstein große Solarparks realisieren. Die vorkonfigurierte Einheit reduziert den Installationsaufwand vor Ort und beschleunigt die Inbetriebnahme der Kraftwerke.

IPCEI-Förderung: Strategische Bedeutung für SMA Solar

Die finanzielle Unterstützung erfolgt im Rahmen eines IPCEI (Important Project of Common European Interest). Dieses Förderinstrument der Europäischen Union zielt darauf ab, strategisch wichtige Schlüsseltechnologien und Industrieprojekte in Europa zu fördern, um die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern und die Abhängigkeit von außereuropäischen Importen zu verringern. Die Förderung für SMA unterstreicht die politische Bedeutung einer robusten europäischen Fertigung von Komponenten für die Energiewende, insbesondere im Bereich der Solartechnik.

SMA Solar: Relevanz für den deutschen Energiemarkt

Während sich die Investitionen von SMA primär auf den industriellen Sektor und Großanlagen konzentrieren, haben sie auch indirekte positive Auswirkungen für private Haushalte in Deutschland. Eine starke heimische Produktion kann langfristig zur Preisstabilität und technologischen Weiterentwicklung von Solarkomponenten beitragen.

Der Trend zur Solarenergie ist nicht nur bei Großprojekten, sondern auch im privaten Sektor ungebrochen. Für Hausbesitzer wird die Anschaffung von kompletten PV-Anlagen mit Speicher und Montagesets zunehmend zur wirtschaftlichen Alternative, um die Stromkosten zu senken und die eigene Energieversorgung unabhängiger zu gestalten. Gleichzeitig können auch Mieter durch sogenannte Balkonkraftwerke ohne Speicher unkompliziert und aktiv an der Energiewende teilhaben. Technologisch fortschrittlichere Modelle, wie Balkonkraftwerke mit Speicher, ermöglichen zudem eine effiziente Nutzung des selbst erzeugten Solarstroms auch nach Sonnenuntergang.

Die strategischen Schritte von SMA Solar sind somit ein wichtiger Baustein, um die Ziele der Energiewende in Deutschland auf allen Ebenen – von industriellen Solarparks bis hin zur privaten Dachanlage – voranzutreiben.

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