Mecklenburg-Vorpommern: Skyborn erhält Genehmigung für Offshore-Windpark Gennaker
Ein Meilenstein für die Energiewende in der Ostsee: Das Unternehmen Skyborn Renewables hat die finale Gesamtgenehmigung für den Bau und Betrieb des Offshore-Windparks Gennaker erhalten. Mit einer geplanten Leistung von fast einem Gigawatt wird das Projekt zu einem der größten und leistungsstärksten Kraftwerke in der deutschen Ostsee und leistet einen entscheidenden Beitrag zur Versorgungssicherheit mit grünem Strom.
Offshore Windpark Gennaker: Genehmigung in Mecklenburg-Vorpommern erteilt
Der Genehmigungsbescheid wurde offiziell vom Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern in Rostock an Skyborn Renewables übergeben. Damit ist der Weg frei für die Errichtung des Windparks, der etwa 15 Kilometer nördlich der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst entstehen wird.
Mit einer geplanten Gesamtleistung von 976,5 Megawatt (MW) wird der Windpark Gennaker künftig Strom in der Größenordnung eines Kernkraftwerks erzeugen. Diesem entscheidenden Schritt ging ein umfassendes und transparentes Genehmigungsverfahren voraus. Es umfasste eine detaillierte Umweltverträglichkeitsprüfung sowie eine enge Abstimmung mit Fachbehörden, den umliegenden Kommunen und den Nachbarländern Dänemark und Schweden. Die Prüfung ergab, dass keine erheblichen grenzüberschreitenden Umweltauswirkungen zu erwarten sind.
Gennaker: Zeitplan und wirtschaftliche Bedeutung des Offshore-Windparks
Nach den aktuellen Planungen soll der Baubeginn für den Offshore-Windpark Mitte 2027 erfolgen. Die vollständige Inbetriebnahme ist für Ende 2028 vorgesehen, was einer Verzögerung von rund zwei Jahren gegenüber den ursprünglichen Plänen entspricht.
Für Mecklenburg-Vorpommern ist das Projekt von großer wirtschaftlicher Bedeutung. Es stärkt nicht nur den Energiemix durch eine verlässliche Quelle für grünen Strom, sondern schafft auch langfristig Arbeitsplätze in der Region und positioniert das Bundesland als attraktiven Investitionsstandort für erneuerbare Energien. Minister Dr. Till Backhaus betonte die Rechtssicherheit des Verfahrens, während Skyborn-CEO Patrick Lammers die wichtige Rolle des Projekts für die Energievielfalt und Versorgungssicherheit in Deutschland hervorhob.
Offshore-Windenergie als Schlüssel zur Energiewende
Großprojekte wie der Windpark Gennaker sind ein zentraler Pfeiler für das Gelingen der nationalen Energiewende. Sie liefern auch dann zuverlässig Strom, wenn die Sonne nicht scheint, und ergänzen damit ideal die dezentrale Stromerzeugung durch Photovoltaik. Die Genehmigung markiert einen wichtigen Erfolg für die Offshore-Windenergie in der Region. Ein solch umfangreiches Vorhaben unterstreicht die Notwendigkeit, den Ausbau erneuerbarer Energien auf allen Ebenen konsequent voranzutreiben.
Diese Stabilität im nationalen Netz ist auch für Betreiber von dezentralen Anlagen von Vorteil. Während Offshore-Anlagen die Grundlast sichern, können Hausbesitzer und Mieter durch eigene Anlagen aktiv zur Energiewende beitragen und ihre Stromkosten senken. Ob eine vollumfängliche PV-Anlage mit Speicher und Montageset für das Eigenheim oder ein flexibles Balkonkraftwerk ohne Speicher für die Mietwohnung – jeder kann Teil der Energiewende werden. Für eine maximale Unabhängigkeit bieten sich zudem Balkonkraftwerke mit Speicher an, um den selbst erzeugten Strom rund um die Uhr zu nutzen.
Mit der endgültigen Genehmigung für den Windpark Gennaker ist ein entscheidender Schritt getan, um die Klimaziele zu erreichen und die Energieversorgung in Deutschland nachhaltiger und unabhängiger zu gestalten.







