Örsted: Neue Wildpark PV-Anlage mit Solarmodulen im Damwildgatter

Örsted baut innovative Wildpark PV-Anlage mit Damwildgatter

Der dänische Energiekonzern Örsted hat mit dem Bau eines wegweisenden Photovoltaikprojekts im saarländischen Sötern begonnen. Auf dem Gelände des landwirtschaftlichen Betriebs Weiherhof entsteht die erste sogenannte WildparkPV-Anlage, die direkt in ein Damwildgatter integriert wird. Das Projekt demonstriert, wie die Erzeugung von Solarstrom und artgerechte Tierhaltung auf derselben Fläche kombiniert werden können.

Dieses innovative Agri-Photovoltaik-Konzept, bei dem Landflächen doppelt genutzt werden, gilt als zukunftsweisend. Ähnliche Ansätze, wie das Pilotprojekt für eine vertikale Agri-PV-Anlage in Niedersachsen, zeigen das große Potenzial dieser Technologie. Die Anlage in Sötern wird eine Nennleistung von 8,3 Megawatt (MW) haben. Dafür werden auf 6,9 Hektar der insgesamt 24 Hektar großen Gatterfläche über 13.000 Solarmodule installiert. Diese werden speziell aufgeständert, sodass die Tiere weiterhin uneingeschränkt unter und zwischen den Modulen grasen und sich frei bewegen können. Die Konstruktion bietet dem Damwild zudem Schutz vor Witterungseinflüssen und Schatten an heißen Sommertagen.

Photovoltaikanlage mit Solarmodulen sichert Betrieb und Energiewende

Die Bauarbeiten sollen bis zum Sommer 2026 abgeschlossen sein. Nach der Inbetriebnahme wird die Anlage jährlich rund 9,5 Millionen Kilowattstunden (kWh) grünen Strom erzeugen. Diese Menge reicht aus, um den Bedarf von etwa 3.160 Haushalten zu decken und spart pro Jahr rund 5.530 Tonnen CO₂ ein. Die Einnahmen aus der Stromeinspeisung ins öffentliche Netz tragen maßgeblich zur wirtschaftlichen Sicherung des Weiherhofs bei.

Das Projekt ist ein starkes Signal für den Ausbau von Solarparks in Deutschland und zeigt, wie Flächenkonflikte durch intelligente Doppelnutzungskonzepte vermieden werden können. Während der Bauphase bleibt das betroffene Areal für das Damwild vorübergehend gesperrt, wird den Tieren aber nach Fertigstellung wieder vollständig zur Verfügung stehen.

Örsted forciert Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland

Stefan Hansch, Geschäftsführer von Örsted Onshore Deutschland, betonte die Bedeutung des Projekts: „Wir freuen uns, dass wir mit der WildparkPV ein weiteres Projekt in Deutschland umsetzen können. Die Photovoltaikanlage wird einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten und zeigt, dass wir den Ausbau der Erneuerbaren Energien weiter vorantreiben.“

Die WildparkPV-Anlage in Sötern gilt als Blaupause für weitere Vorhaben dieser Art. Örsted, einer der weltweit führenden Entwickler für erneuerbare Energien, hat sich das Ziel gesetzt, bis 2030 eine globale Kapazität von 50 Gigawatt zu installieren. Solche Großprojekte sind entscheidend für die Energiewende, doch auch private Haushalte können einen Beitrag leisten. Immer mehr Eigenheimbesitzer entscheiden sich für umfassende Informationen zur Photovoltaik, um ihre eigene Energieversorgung nachhaltig zu gestalten.

Weiherhof Sötern: Damwildhaltung und PV-Anlage im Einklang

Der Weiherhof in Sötern ist ein Beispiel für die gelungene Verbindung von Landwirtschaft und Natur. Die Haltung von Damwild in dem weitläufigen Gatter ist ein wichtiger Teil des Betriebs. Durch die Integration der Photovoltaikanlage wird der Standort nicht nur ökologisch aufgewertet, sondern auch wirtschaftlich gestärkt.

Die Kombination aus erneuerbarer Energieerzeugung und Tierhaltung zeigt, wie innovative Konzepte die Energiewende voranbringen und gleichzeitig bestehende landwirtschaftliche Strukturen unterstützen können. Das Projekt von Örsted ist ein Musterbeispiel dafür, wie der Ausbau erneuerbarer Energien sinnvoll in die Landschaft integriert werden kann, ohne wertvolle Flächen zu versiegeln. Während große Freiflächenanlagen das Rückgrat der Energiewende bilden, ermöglichen kompakte Lösungen wie ein Balkonkraftwerk ohne Speicher auch Mietern die Teilhabe an der dezentralen Stromerzeugung.

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