Neues Energiekonzept: PV-Anlage mit 116 kWp im Tabakquartier Bremen

Im Bremer Tabakquartier, einem sich wandelnden urbanen Raum, wurden auf zwei Neubauten Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 116 Kilowatt-Peak (kWp) installiert. Die Anlagen auf den Dächern der Gebäude P2 und P3 sind ein klares Bekenntnis zur nachhaltigen Energieversorgung und versorgen vorrangig Mieter aus der Kreativwirtschaft mit lokal erzeugtem Solarstrom. Dieses Projekt fügt sich nahtlos in die städtische Strategie ein, die durch die ab Juli 2025 geltende PV-Anlagenpflicht für Neubauten in Bremen weiter an Fahrt gewinnt und zeigt, wie moderne Stadtentwicklung, ähnlich wie im geplanten Neuen Stadtquartier Piek 17, umgesetzt wird.

PV-Anlage im Tabakquartier Bremen: Details und 116 kWp Leistung

Die neuen Photovoltaikanlagen wurden auf den Dächern der speziell für die Kreativbranche konzipierten Gebäude P2 und P3 im Bremer Tabakquartier errichtet. Die Anlage auf dem Gebäude P2 verfügt über eine Leistung von 50 kWp, während die auf P3 mit 66 kWp ausgelegt ist. Gemeinsam erzeugen sie eine Gesamtleistung von 116 kWp.

Für die Realisierung des Projekts zeichnen die Justus Grosse Real Estate GmbH und die Bremer Energiehaus-Genossenschaft eG (BEGeno) verantwortlich. Die Installation der insgesamt 350 monokristallinen Solarmodule, die für ihre hohe Effizienz und eine Lebensdauer von rund 25 Jahren bekannt sind, nahm von der Planung bis zur Inbetriebnahme drei Monate in Anspruch.

Technisch wurden die Module auf den Flachdächern mit einem optimalen Neigungswinkel von 15 Grad nach Süden ausgerichtet. Ein Reihenabstand von einem Meter verhindert gegenseitige Verschattung und maximiert den Energieertrag. Ein modernes Überwachungssystem ermöglicht die Echtzeit-Kontrolle der Stromproduktion. Für Bauherren, die ähnliche Projekte im privaten oder gewerblichen Bereich planen, bieten sich heute oft komplette PV-Anlagen mit Speicher und Montagesets an, um eine integrierte und effiziente Lösung zu gewährleisten.

Nachhaltigkeit durch die PV-Anlage im Tabakquartier

Die Installation der Solaranlagen ist ein zentraler Baustein im umfassenden Energiekonzept des Tabakquartiers. Dieses Konzept geht weit über die reine Stromerzeugung hinaus und umfasst unter anderem eine neue Energiezentrale, die Wärme aus dem Abwassersystem gewinnt, um die Energieeffizienz des gesamten Quartiers zu steigern. Gebäude wie das Wohnprojekt „TQ Living“ erfüllen zudem den anspruchsvollen KfW-40-Standard.

Der erzeugte Solarstrom wird direkt vor Ort verbraucht (Mieterstrommodell), was die Energiekosten für die ansässigen Unternehmen senkt. Überschüssige Energie wird in das öffentliche Netz eingespeist und vergütet. Dies reduziert nicht nur die Betriebskosten für die Mieter, sondern leistet auch einen Beitrag zur Senkung der CO2-Emissionen in der Region. Mieter können darüber hinaus auch persönlich zur Energiewende beitragen, beispielsweise durch die Nutzung von Balkonkraftwerken ohne Speicher oder Modellen mit Speichermöglichkeit, um ihre Stromrechnung weiter zu senken.

PV-Anlage Tabakquartier: Zukunftsaussichten und Erweiterungspotenzial

Der Quartiersentwickler Justus Grosse plant, den Ausbau erneuerbarer Energien im Tabakquartier konsequent fortzusetzen. Aufgrund der positiven Resonanz könnten bald weitere Dächer im Quartier für die Solarenergieerzeugung genutzt werden.

Zusätzlich wird die Integration von Elektromobilität geprüft. Die Installation von Ladestationen, die direkt mit dem Solarstrom der Dachanlagen versorgt werden, könnte den Umstieg auf umweltfreundliche Mobilität für Anwohner und Unternehmen weiter fördern.

Das Projekt im Tabakquartier dient als Vorbild für nachhaltige Stadtentwicklung in Bremen und darüber hinaus. Es zeigt, wie ökologische und ökonomische Ziele erfolgreich verbunden werden können. Bremen etabliert sich damit zunehmend als ein wichtiger Standort für erneuerbare Energien, was auch andere neue Solarprojekte in der Region unterstreichen. Weitere Informationen und aktuelle Entwicklungen zum Thema finden Sie in unseren Bremen Solar News.

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