Neuer Solarpark Schafhöfen in Bayern soll 2027 ans Netz gehen

In der bayerischen Oberpfalz, nahe der Stadt Mitterteich, entsteht mit dem Solarpark Schafhöfen ein Leuchtturmprojekt der deutschen Energiewende. Nach seiner geplanten Inbetriebnahme Mitte 2027 wird die Anlage nicht nur die regionale Energieversorgung stärken, sondern auch einen wesentlichen Beitrag zur Klimastrategie der Deutschen Bahn leisten. Mit einer geplanten Leistung von 266 Megawatt-Peak (MWp) wird Schafhöfen nach Fertigstellung der zweitgrößte Solarpark Deutschlands sein.

Bürgerbeteiligung am Solarpark Schafhöfen in Bayern

Der Solarpark Schafhöfen wird auf einer Fläche von rund 230 Hektar errichtet. Ursprünglich mit 175 Megawatt geplant, wurde das Projekt auf eine Spitzenleistung von 266 MWp erweitert. Damit übertrifft es den bisher größten bayerischen Solarpark Schornhof deutlich. Der Stadtrat von Mitterteich hat dem Vorhaben mit klarer Mehrheit zugestimmt, was maßgeblich auf einen transparenten Informationsprozess zurückzuführen ist.

Die Projektentwicklung, die von BELECTRIC und dem Investor Blue Elephant Energy vorangetrieben wird, legte von Beginn an großen Wert auf die Einbindung der lokalen Bevölkerung. Eine Informationsveranstaltung mit rund 500 Bürgern bot eine Plattform, um Fragen zu klären und Bedenken zu diskutieren. Dieser offene Dialog schuf Vertrauen und eine breite Akzeptanz für das Großprojekt.

Ein weiterer entscheidender Aspekt ist die ökologische Aufwertung der genutzten Flächen. Das Areal dient nicht nur der Erzeugung von Solarstrom, sondern wird durch extensive Beweidung mit Schafen und die Anlage von Blühwiesen auch die lokale Artenvielfalt fördern.

Solarpark Schafhöfen (Bayern): Bedeutung für Region und Deutsche Bahn

Für die Stadt Mitterteich stellt der Solarpark eine bedeutende wirtschaftliche Stärkung dar. Bürgermeister Stefan Grillmeier hob hervor, dass die jährlichen Pachteinnahmen von rund 2,2 Millionen Euro der Kommune wichtige Investitionen in die Zukunft ermöglichen.

Die Relevanz des Projekts reicht jedoch weit über die regionalen Grenzen hinaus. Ein wesentlicher Teil des erzeugten Stroms wird im Rahmen eines langfristigen Stromliefervertrags (Power Purchase Agreement, PPA) an die Deutsche Bahn gehen. Wie Solarpark Schafhöfen liefert Ökostrom an DB berichtet, sichert sich der Konzern damit grünen Strom für den Antrieb seiner Züge. Die prognostizierte Jahresproduktion des Parks reicht aus, um den Energiebedarf für rund 14 Millionen ICE-Kilometer zu decken und unterstützt damit das Ziel der Deutschen Bahn, bis 2040 klimaneutral zu werden. Dieses Modell zeigt, wie Großprojekte zur Dekarbonisierung des Verkehrssektors beitragen können.

Solarpark Schafhöfen Bayern 2027: Zukünftige Technik und Entwicklungen

Die Inbetriebnahme des Solarparks mit seinen rund 370.000 Solarmodulen ist für Mitte 2027 geplant. Um die Versorgungssicherheit zu erhöhen und den Strom flexibel ins Netz einspeisen zu können, wird die Anlage über ein eigenes Umspannwerk sowie einen geplanten Batteriespeicher verfügen. Solche Speicherlösungen sind entscheidend, um die Netzstabilität bei schwankender Erzeugung aus erneuerbaren Energien zu gewährleisten.

Während Großanlagen wie der Solarpark Schafhöfen das Rückgrat der Energiewende bilden, wächst auch die Bedeutung dezentraler Erzeugung durch private Haushalte. Für Hausbesitzer bieten sich hierfür komplette PV-Anlagen mit Speicher und Montagesets an, um einen hohen Grad an Energieautarkie zu erreichen. Auch Mieter können einen aktiven Beitrag leisten, beispielsweise durch die einfache Installation von Balkonkraftwerken ohne Speicher oder zunehmend populären Varianten mit Speicher.

Das Projekt Schafhöfen dient somit als Vorbild auf mehreren Ebenen: Es kombiniert wirtschaftlichen Nutzen für die Kommune mit ökologischem Mehrwert und nationaler klimapolitischer Bedeutung. Die erfolgreiche Bürgerbeteiligung beweist zudem, dass die Energiewende vor Ort gelingen kann, wenn sie transparent und im Dialog mit der Bevölkerung gestaltet wird.

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