Neuer Schub für Strukturwandel: LEAG Solarpark Jänschwalde in Lausitz

Die Lausitz Energie Bergbau AG (LEAG) hat mit dem Bau des 133-Megawatt-Solarparks Jänschwalde bei Cottbus begonnen. Die Anlage, die auf einer Fläche von rund 140 Hektar entsteht, soll ab Ende 2025 sauberen Strom für rechnerisch rund 35.000 Haushalte liefern. Der offizielle Baustart am 19. November 2025 ist ein zentraler Baustein der LEAG-Strategie „Gigawatt-Factory“, die den Wandel der Lausitz von einer Kohleregion zu einem Zentrum für erneuerbare Energien vorantreiben soll.

LEAG Solarpark Jänschwalde: Strukturwandel in der Lausitz

Der Baubeginn des Solarparks markiert einen weiteren Meilenstein im Strukturwandel der Lausitz, einer Region, die historisch von der Braunkohleförderung geprägt war. Das Projekt entsteht auf einer ehemaligen Abbaufläche, die im Zuge der Rekultivierung für die Errichtung von Photovoltaikanlagen vorbereitet wurde. Dieser Schritt wurde durch die kürzlich erteilte Genehmigung der Europäischen Kommission für Entschädigungszahlungen im Rahmen des Braunkohleausstiegs ermöglicht. Diese Entscheidung gibt der LEAG und den Kohleregionen in Brandenburg und Sachsen Planungssicherheit für die weitere Transformation.

Der Solarpark Jänschwalde ist das vierte große Solarprojekt, das die LEAG realisiert. Er folgt auf bereits bestehende Parks in Klettwitz, Meuro und Lichterfeld. Nach seiner vollständigen Inbetriebnahme Ende 2025 soll der Park jährlich etwa 130 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen. Das Projekt unterstreicht die Rolle der Region als Vorreiter, denn die Zahl der Genehmigungen von Photovoltaik-Freiflächenanlagen in Brandenburg nimmt stetig zu.

Finanzierung und Standortvorteile des Solarparks Jänschwalde

Der Bau des Solarparks erfolgt ohne staatliche Förderung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Die LEAG plant, den erzeugten Strom über einen Direktvermarktungsvertrag an einen Energieversorger zu verkaufen. Die Anlage wird auf einer Fläche errichtet, die durch die für den Braunkohleabbau notwendige Absenkung des Grundwasserspiegels trockengelegt wurde.

Nach dem Ende der Kohleförderung wird der Grundwasserspiegel in der Region wieder ansteigen, was eine landwirtschaftliche oder forstwirtschaftliche Nutzung der Flächen erschwert. Die Errichtung des Solarparks stellt eine sinnvolle Zwischennutzung dar, bevor der Wasserstand wieder sein ursprüngliches Niveau erreicht. Dieser Ansatz, ehemalige Industrieflächen umzuwidmen, ist ein wichtiger Baustein dafür, wie der Ausbau von Solarparks in Deutschland gelingen kann, ohne in Konkurrenz zu landwirtschaftlichen Nutzflächen zu treten.

Umweltauflagen und Innovationen im LEAG Solarpark

Die Errichtung der Anlage mit rund 220.000 Solarmodulen erfolgt in zwei Bauabschnitten und soll bis Herbst 2025 abgeschlossen sein. Die LEAG hat sich verpflichtet, den Solarpark im Einklang mit den Anforderungen des Naturschutzes zu gestalten. So werden die Zäune um die Anlage für größere Wildtiere passierbar sein. Zusätzlich werden Blühstreifen und Hecken angelegt, um die lokale Artenvielfalt zu fördern.

Eine technologische Besonderheit des Solarparks Jänschwalde ist ein integriertes Batteriespeichersystem mit einer Kapazität von 80 Megawattstunden. Dieser Speicher soll Produktionsschwankungen ausgleichen und den erzeugten Solarstrom bedarfsgerecht ins Netz einspeisen. Solche Speichersysteme sind entscheidend für die Netzstabilität und werden auch im privaten Bereich immer wichtiger. Viele Hausbesitzer setzen heute auf PV-Anlagen mit Speicher und Montagesets, um ihre Energieunabhängigkeit zu erhöhen.

LEAG Zukunftspläne: Energiewende für alle mit Solarpark Jänschwalde

Die Inbetriebnahme des Solarparks Jänschwalde ist ein wichtiger Schritt für die Energiewende und den Klimaschutz. Das Projekt ist Teil der umfassenden Strategie der LEAG, bis 2030 rund 7 Gigawatt an Photovoltaik- und Windkraftanlagen in der Region zu errichten und so den Strukturwandel aktiv zu gestalten. Dies schafft neue Perspektiven und Arbeitsplätze in zukunftsorientierten Branchen.

Die Transformation der Lausitz ist Teil eines bundesweiten Trends. Auch andere Bundesländer wie Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen forcieren den Ausbau der Solarenergie massiv. Die Energiewende wird dabei nicht nur von Großprojekten getragen. Auch Mieter und Wohnungseigentümer können durch den Einsatz von Balkonkraftwerken ohne Speicher einen Beitrag leisten. Für jene, die den selbst erzeugten Strom auch abends nutzen möchten, bieten sich Balkonkraftwerke mit Speicher an.

Der Baubeginn in Jänschwalde ist somit mehr als nur der Start eines Bauprojekts; er ist ein Symbol für einen erfolgreichen und nachhaltigen Strukturwandel. Wer sich weitergehend über die Möglichkeiten der Sonnenenergie informieren möchte, findet umfassende Informationen zur Photovoltaik und den damit verbundenen Technologien.

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