Solarstrom für Mieter in Frankfurt: Mainova und ABG starten Offensive
Mieter in Frankfurt können in den kommenden Jahren verstärkt von günstigem Solarstrom profitieren. Der Energieversorger Mainova AG und die städtische Wohnungsbaugesellschaft ABG Frankfurt Holding weiten ihre seit über einem Jahrzehnt bestehende Kooperation massiv aus. Ziel ist es, die dezentrale Energieversorgung in der Mainmetropole voranzutreiben und Mietern den Zugang zu erneuerbaren Energien zu erleichtern.
Mainova & ABG: Details zum Ausbau von Solarstrom in Frankfurt
Die beiden Partner haben eine ambitionierte Solarstrom-Offensive gestartet. In den nächsten 10 bis 15 Jahren soll die installierte Photovoltaik-Leistung auf den Dächern der ABG-Liegenschaften um zusätzlich 30 Megawatt Peak (MWp) erweitert werden. Damit vervierfacht sich die bisherige gemeinsame Kapazität von rund 10 MWp auf insgesamt 40 MWp.
Diese Leistung reicht rechnerisch aus, um etwa 15.000 Zwei-Personen-Haushalte ein Jahr lang mit lokal erzeugtem Solarstrom zu versorgen. Gleichzeitig wird durch diese Maßnahme eine jährliche CO₂-Einsparung von über 21.000 Tonnen erwartet.
Bereits im laufenden Jahr 2025 werden 119 Gebäude mit neuen Anlagen ausgestattet, die eine Gesamtleistung von rund 2,6 MWp erbringen. Für die Folgejahre ist ein kontinuierlicher Ausbau von jährlich 1,5 bis 2 MWp geplant, um das Gesamtziel bis spätestens 2040 zu erreichen.
Mieterstrommodell Frankfurt: So funktioniert es in der Praxis
Im Rahmen der Partnerschaft übernimmt die Mainova AG die Planung, Installation und den Betrieb der Photovoltaikanlagen. Der auf den Dächern der Mehrfamilienhäuser erzeugte Strom wird direkt an die Mieter im Gebäude geliefert, ohne den Umweg über das öffentliche Netz. Dieses Vorgehen, bekannt als Mieterstrom für Vermieter: Leitfaden zu Modellen & Vorteilen, ermöglicht es, den Strom zu einem Preis anzubieten, der unter dem regulären Grundversorgungstarif liegt.
Mieter, die sich für das Angebot entscheiden, können so ihre Stromkosten senken und beziehen gleichzeitig zertifizierten Ökostrom. Für Vermieter wiederum stellt das Mieterstrommodell eine attraktive Möglichkeit dar, mit Solarstrom Geld zu verdienen, den Immobilienwert zu steigern und einen Beitrag zur Energiewende zu leisten.
Solarstrom für Mieter: Vorteile für Frankfurt, ABG und die Umwelt
Die Vorteile von Mieterstromprojekten sind vielfältig. Mieter profitieren von stabilen und günstigeren Strompreisen und werden zu aktiven Teilnehmern der Energiewende. Für die ABG Frankfurt Holding ist die Installation der Photovoltaikanlagen ein wesentlicher Baustein ihrer Nachhaltigkeitsstrategie, um den eigenen Gebäudebestand klimafreundlicher zu gestalten.
Solche Kooperationen zwischen Energieversorgern und der Wohnungswirtschaft sind entscheidend für den urbanen Klimaschutz. Sie werden durch verschiedene politische Rahmenbedingungen und eine neue Solarstromförderung für die Wohnungswirtschaft unterstützt, die den Ausbau erneuerbarer Energien in Städten beschleunigen sollen. Während bei diesen Großprojekten komplexe Anlagen zum Einsatz kommen, können private Hausbesitzer ähnliche Ziele mit kompletten PV-Anlagen mit Speicher und Montagesets für den Eigengebrauch umsetzen.
Frankfurt Vorreiter: Urbane Energiewende mit Mainova und ABG
Die Stadt Frankfurt am Main nimmt mit dieser Initiative bundesweit eine Vorreiterrolle ein. Die Mainova AG hat sich als einer der führenden Anbieter für Mieterstrom in Deutschland etabliert und betreibt bereits über 650 solcher Projekte in der Stadt. Bis Ende 2025 wird die Gesamtleistung dieser Anlagen auf über 12 Megawatt Peak anwachsen und bereits mehr als 5.000 Haushalte versorgen.
Die neuen Projekte werden schwerpunktmäßig in Stadtteilen wie Griesheim, Höchst und Fechenheim umgesetzt und tragen dazu bei, die Energiewende flächendeckend in der Stadt zu verankern.
Solarstrom für Mieter in Frankfurt: Weitere Optionen
Nicht alle Mieter wohnen in Gebäuden, die für große Mieterstromprojekte geeignet sind. Dennoch gibt es Möglichkeiten, selbst aktiv zu werden. Eine immer beliebtere Option ist die Installation eines eigenen Balkonkraftwerks. Mit dem Solarpaket I wurden die rechtlichen Hürden hierfür gesenkt. Interessierte finden in unserem Ratgeber wertvolle Tipps, wie sie als Balkonkraftwerk als Mieter die Zustimmung vom Vermieter erhalten. Je nach Bedarf gibt es passende Balkonkraftwerke ohne Speicher oder auch Balkonkraftwerke mit Speicher, um den erzeugten Strom auch abends nutzen zu können. Auch für Vermieter kleinerer Einheiten, wie etwa einer PV-Anlage bei einer Einliegerwohnung, gibt es praktikable Lösungen zur Solarstrom-Nutzung.
Die Partnerschaft zwischen Mainova und der ABG Frankfurt Holding zeigt eindrucksvoll, wie die Energiewende in dicht besiedelten städtischen Räumen gelingen kann. Sie ist ein wichtiger Schritt hin zu einer nachhaltigen Energieversorgung und macht deutlich, dass Klimaschutz und bezahlbares Wohnen Hand in Hand gehen können.







