Solarpark Hammelsberg: Heilbronn A6 gibt grünes Licht
Die Stadt Heilbronn treibt die Energiewende voran: Der Gemeinderat hat in seiner öffentlichen Sitzung vom 27. November einstimmig das Aufstellungsverfahren für den ersten Solarpark auf dem Stadtgebiet beschlossen. Die geplante Photovoltaik-Freiflächenanlage am Hammelsberg, direkt an der Autobahn A6, soll eine Spitzenleistung von bis zu 40 Megawatt (MW) erreichen. Auf einer Fläche von rund 60 Hektar sollen etwa 70.000 Solarmodule installiert werden.
Der Standort Hammelsberg wurde als geeignet identifiziert, da er im Regionalplan bereits als Konzentrationsfläche für erneuerbare Energien ausgewiesen ist, ursprünglich für Windkraft. Die Anlage wird auf Flächen errichtet, die bisher als Ackerland genutzt wurden. Die Projektentwickler, die Stadtwerke Heilbronn, betonen, dass sich das Gelände außerhalb von Naturschutzgebieten befindet und landschaftsverträglich in die Umgebung integriert werden soll. Mit dem Beschluss zum Aufstellungsverfahren beginnt nun der formale Prozess zur Schaffung des notwendigen Baurechts.
Solarpark Hammelsberg: Beitrag zur Energieversorgung der Region Heilbronn
Die geplante Anlage wird einen signifikanten Beitrag zur lokalen Stromerzeugung leisten. Mit einer Leistung von 40 MW kann der Solarpark rechnerisch rund 15.000 Haushalte mit grünem Strom versorgen. Dies entspricht etwa einem Drittel aller Haushalte in Heilbronn und reduziert die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern erheblich.
Solche Großprojekte sind ein zentraler Baustein der Energiewende, doch auch private Initiativen gewinnen an Bedeutung. Während die Stadt in die großflächige Stromerzeugung investiert, können Hausbesitzer durch die Installation von PV-Anlagen mit Speicher und Montagesets ihre eigene Energieunabhängigkeit stärken. Auch Mieter haben die Möglichkeit, sich mit Balkonkraftwerken ohne Speicher aktiv an der Energiewende zu beteiligen.
Im Heilbronner Gemeinderat fand das Vorhaben breite Zustimmung. Vertreter der CDU-Fraktion nannten den Solarpark einen wichtigen Schritt zur Erreichung der Klimaziele. Ähnlich positiv äußerten sich die Fraktionen von SPD und Grünen. Die Grünen merkten jedoch an, dass der Standort Hammelsberg für die ursprünglich angedachten Windkraftanlagen ungeeignet sei und forderten, auf deren Bau an dieser Stelle zu verzichten.
Solarpark Hammelsberg: Energiegewinnung im Einklang mit dem Naturschutz
Neben der reinen Stromproduktion soll das Projekt auch positive Effekte für die lokale Flora und Fauna haben. Die Stadtwerke planen, die Anlage mit Hecken und Sträuchern zu umranden. Diese Maßnahmen schaffen neue Lebensräume für Tiere und Pflanzen und sollen die landwirtschaftliche Nutzung der Flächen ökologisch aufwerten und die Artenvielfalt fördern.
Der Solarpark am Hammelsberg ist zudem nicht das einzige Vorhaben dieser Art in der Region. Die Stadtwerke Heilbronn prüfen bereits ein weiteres, noch größeres Projekt am Wagenbacher Hof. Dort könnte auf einer Fläche von rund 70 Hektar eine Anlage mit einer Leistung von bis zu 55 MW entstehen. Die Planungen hierfür befinden sich noch in einem frühen Stadium.
Solarpark Hammelsberg Heilbronn A6: Kosten und Finanzierung der Planung
Die Investitionskosten für den Solarpark am Hammelsberg werden auf 50 bis 60 Millionen Euro geschätzt. Die Finanzierung des Projekts wird gemeinsam von den Stadtwerken Heilbronn und der Heilbronner Versorgungs GmbH (HVG) getragen. Nach dem positiven Votum des Gemeinderats wurde die Stadtverwaltung beauftragt, die weiteren notwendigen Planungsschritte einzuleiten.
Das Projekt am Hammelsberg markiert für Heilbronn einen entscheidenden Fortschritt auf dem Weg zu einer nachhaltigeren Energieversorgung. Es zeigt, wie Kommunen die Energiewende aktiv gestalten können. Parallel dazu wächst das Interesse an dezentralen Lösungen wie den immer beliebter werdenden Balkonkraftwerken mit Speicher, die es Bürgern ermöglichen, ihren eigenen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.







