Schwimmende PV Anlage in Gilching: Söder eröffnet Solarkraftwerk in Bayern
Gilching, 15. Oktober 2024 – Unter Anwesenheit von Ministerpräsident Markus Söder wurde heute am Ostufer des Weßlinger Sees eine schwimmende Photovoltaikanlage offiziell in Betrieb genommen. Die Anlage ist Teil eines umfassenden Energieprojekts im Landkreis Starnberg, das auch die Installation von Solarmodulen auf den Dächern von 15 Schulgebäuden umfasst und die Region in ihrer Energiewende weiter voranbringen soll.
Erneuerbare Energie aus Gilching: Schulen und Seehaus profitieren
Das Herzstück des neuen Energiekonzepts im Landkreis Starnberg ist die schwimmende Photovoltaikanlage, auch als „Float-PV“ bekannt. Diese innovative Technologie nutzt Wasserflächen zur Stromerzeugung und bietet dabei entscheidende Vorteile: Die Wasserkühlung erhöht die Effizienz der Solarmodule, während wertvolle Landflächen unberührt bleiben. Das Projekt in Gilching ist dabei kein Einzelfall in Bayern; auch andere Gemeinden wie Alzenau setzen bereits auf schwimmende Solarmodule, um die Energiewende auf dem Wasser voranzutreiben.
Getragen wird das Vorhaben von einer breiten Kooperation, bestehend aus der Energiegenossenschaft 5-Seen-Land, dem Landkreis Starnberg und der Gemeinde Gilching. Der erzeugte Solarstrom der schwimmenden Anlage dient primär der Versorgung des örtlichen Seehauses sowie der Umkleidekabinen der Wasserwacht. Überschüssige Energie wird in das öffentliche Stromnetz eingespeist, wodurch das Projekt sowohl ökologisch als auch ökonomisch zur regionalen Nachhaltigkeit beiträgt. Für Bürger, die von solchen kommunalen Projekten inspiriert sind, gibt es auch lokal diverse Photovoltaik Anbieter aus Gilching, die bei der Umsetzung eigener Anlagen beraten.
Schwimmende PV Anlage Gilching: Projektkosten und Söders Unterstützung
Der Landkreis Starnberg investiert in das gesamte Projekt, inklusive der Dachanlagen auf den Schulen, eine Summe von 3,8 Millionen Euro. Zusätzlich unterstützt der Freistaat Bayern das Vorhaben mit einem Zuschuss von 700.000 Euro aus dem Regionalbudget.
Bei der Einweihung bekräftigte Ministerpräsident Markus Söder das Ziel der Staatsregierung, den Ausbau der Solarenergie massiv zu beschleunigen. „Bayern will in den nächsten zehn Jahren eine Million neue Photovoltaikanlagen bauen“, so Söder. Dieser Ausbau ist entscheidend, um den Anteil erneuerbarer Energien am Gesamtstromverbrauch weiter zu erhöhen. Söder betonte, dass Bayern hier bereits heute mit einem Anteil von 34 Prozent über dem Bundesdurchschnitt von rund 20 Prozent liege. Innovative Ansätze wie Float-PV sind dabei essenziell, da der Zuwachs an PV-Freiflächenanlagen in Bayern auf landwirtschaftlichen Flächen politisch und gesellschaftlich reguliert wird.
Photovoltaik Ausbau in Bayern: Bürger im Fokus der Energiewende
Die Anlage auf dem Weßlinger See gilt als Vorzeigeprojekt, das die technologischen Möglichkeiten zur Erreichung der Klimaziele aufzeigt. Doch die Energiewende findet nicht nur auf Seen und kommunalen Dächern statt, sondern zunehmend auch im privaten Sektor. Die wachsende Sichtbarkeit erneuerbarer Energien motiviert immer mehr Bürger, selbst aktiv zu werden.
Für Hausbesitzer wird die Anschaffung kompletter PV-Anlagen mit Speicher und Montagesets zu einer wirtschaftlich sinnvollen Investition, um die Stromkosten zu senken und unabhängiger zu werden. Doch auch Mieter haben die Möglichkeit, sich zu beteiligen. Sogenannte Balkonkraftwerke ohne Speicher oder modernere Balkonkraftwerke mit Speicher erlauben es, auf kleinem Raum eigenen Sonnenstrom zu produzieren.
Dieser dezentrale Ausbau stellt jedoch auch neue Anforderungen an die Netzstabilität. Die bayerische Staatsregierung beobachtet diese Entwicklung genau und plant, den Ausbau großer Batteriespeicher zu steuern, um einen Wildwuchs in Bayern zu stoppen und die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Letztlich regen Projekte wie in Gilching zum Nachdenken über den eigenen Haus und Lebensstil und den persönlichen Beitrag zur Energiewende an. Die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Staat, Kommune und Genossenschaft am Weßlinger See ist somit ein wichtiger Schritt für eine nachhaltige Energiezukunft in Bayern.







