Die Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg (ASF) plant die Errichtung einer Elektrolyseanlage zur Erzeugung von Wasserstoff aus erneuerbaren Energien. Diese Anlage soll mit Solarstrom betrieben werden, der von kommunalen Gebäuden gewonnen wird, und den erzeugten Wasserstoff für die Brennstoffzellenfahrzeuge der ASF bereitstellen.
ASF Elektrolyseanlage Freiburg: Baubeginn und Details
Der Bau der Elektrolyseanlage ist Teil eines umfassenden Projekts zur Förderung der Wasserstofftechnologie in Freiburg. Der Baubeginn ist für die Zeit nach der Sommerpause 2024 vorgesehen. Die Anlage wird überschüssigen Solarstrom nutzen, um durch Elektrolyse Wasserstoff zu erzeugen. Der Wasserstoff wird anschließend verdichtet und in speziellen Tanks mit einer Kapazität von 350 Kilogramm gespeichert. Diese Menge reicht für etwa 50 Betankungen. Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt 3,2 Millionen Euro, wobei 80 Prozent der Kosten durch Fördermittel gedeckt werden. Projekte wie dieses zeigen, wie die Energiewende vorangetrieben werden kann, indem erneuerbare Energien optimal genutzt werden.
Wasserstofftechnologie: Vorteile für Freiburg und die Umwelt
Die Einführung der Wasserstofftechnologie bietet sowohl für die Umwelt als auch für die städtische Infrastruktur in Freiburg deutliche Vorteile. Ein wesentlicher Aspekt ist die Möglichkeit, überschüssigen Solarstrom zu speichern. Andernfalls würde dieser Strom ungenutzt bleiben. Die Speicherung trägt zur Stabilisierung des Stromnetzes bei und reduziert die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen. Dies ist besonders relevant, da immer mehr Hausbesitzer und Mieter in Deutschland auf Photovoltaik setzen. Informationen und Anleitungen für den Einstieg in die Solarenergie finden Sie auf Photovoltaik Startseite – Photovoltaik.info.
Zusätzlich ermöglicht die Nutzung von Wasserstoff den emissionsfreien Betrieb der Brennstoffzellenfahrzeuge der ASF, was direkt zur Verbesserung der Luftqualität in Freiburg beiträgt. Die ASF sammelt bereits seit 2019 Erfahrungen mit der Wasserstofftechnologie und betreibt derzeit fünf Fahrzeuge mit Wasserstoffantrieb. Diese Fahrzeuge haben sich im täglichen Einsatz bewährt und das Potenzial der Brennstoffzellentechnologie für den städtischen Verkehr demonstriert. Bis 2026 ist eine Erweiterung der Flotte auf 16 Fahrzeuge geplant, wodurch die ASF eine Vorreiterrolle bei der Nutzung erneuerbarer Energien im kommunalen Bereich einnehmen wird.
Für Hausbesitzer, die ebenfalls überlegen, ihren eigenen Strom zu erzeugen und zu speichern, gibt es verschiedene Optionen. Neben großen PV-Anlagen für das Hausdach erfreuen sich auch Balkonkraftwerke ohne Speicher oder mit Speicher wachsender Beliebtheit.
ASF Elektrolyseanlage: Kooperationen und Förderungen für erneuerbare Energie
Die Umsetzung des Projekts erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der Fraunhofer-Gesellschaft sowie den Freiburger Unternehmen AVA und badenova. Diese Partnerschaft vereint Expertise und Ressourcen, um die Entwicklung und Implementierung der Elektrolyseanlage zu beschleunigen. Die finanzielle Unterstützung durch das Land Baden-Württemberg und die Europäische Union unterstreicht die Bedeutung der Wasserstofftechnologie für die Energiewende und den Klimaschutz.
Das Projekt der ASF in Freiburg ist ein wichtiger Schritt hin zu einer nachhaltigen und umweltfreundlichen Energieversorgung. Die Kombination aus Elektrolyseanlage und Brennstoffzellenfahrzeugen zeigt, dass Wasserstoff eine vielversprechende Lösung für die Herausforderungen der Energiewende darstellen kann. Durch die Nutzung von überschüssigem Solarstrom wird nicht nur die lokale Energieversorgung optimiert, sondern auch ein Beitrag zur Reduzierung von CO2-Emissionen geleistet.
Die Elektrolyseanlage der ASF dient als Leuchtturmprojekt für die Region und könnte als Vorbild für andere Städte dienen. Die in Freiburg gewonnenen Erfahrungen können dazu beitragen, die Wasserstofftechnologie weiterzuentwickeln und ihre Anwendung in anderen Bereichen zu fördern. Die ASF demonstriert, dass kommunale Unternehmen eine entscheidende Rolle bei der Umsetzung der Energiewende spielen können und dass Innovation und Nachhaltigkeit untrennbar miteinander verbunden sind. Auch andere Akteure, wie die EnBW, planen bereits Hybrid-Energieparks, die zukünftig Elektrolyseure integrieren könnten, um Strom in Wasserstoff umzuwandeln.
Für Hausbesitzer, die über die Anschaffung einer eigenen Photovoltaikanlage nachdenken, gibt es mittlerweile PV-Anlagen mit Speicher und Montagesets, die eine effiziente Nutzung des selbst erzeugten Stroms ermöglichen. Und wenn die Solarmodule in Baden-Württemberg installiert sind, ist das ein weiterer Pluspunkt für die regionale Energiewende.







