Flughafen Frankfurt: Vertikale PV-Anlage für mehr Nachhaltigkeit in Betrieb

Flughafen Frankfurt: Inbetriebnahme der vertikalen PV-Anlage

Der Flughafen Frankfurt hat eine neue, großflächige Photovoltaik-Anlage entlang der Startbahn West in Betrieb genommen und damit einen wichtigen Schritt in Richtung einer nachhaltigeren Energieversorgung gemacht. Die Anlage unterstreicht die Bemühungen des Betreibers Fraport, die CO2-Emissionen des größten deutschen Luftfahrtdrehkreuzes signifikant zu reduzieren und bis 2045 Treibhausgasneutralität zu erreichen.

Details zur neuen vertikalen Solaranlage am Flughafen

Bei dem Projekt handelt es sich um eine vertikale Photovoltaik-Anlage mit einer Spitzenleistung von 17,4 Megawatt (MWp). Auf einer Länge von 2.800 Metern wurden rund 37.000 senkrecht installierte Solarmodule errichtet. Diese innovative Bauweise, die auf der Next2Sun-Technologie basiert, ermöglicht eine beidseitige Stromerzeugung (Bifazialität) durch die Ausrichtung der Module nach Osten und Westen. Dies führt zu einer besonders effizienten Stromproduktion in den Morgen- und Abendstunden, wenn der Energiebedarf oft am höchsten ist.

Laut Fraport wird die Anlage jährlich bis zu 17,4 Millionen Kilowattstunden Solarstrom erzeugen. Diese Energie soll primär für den Eigenbedarf des Flughafens genutzt werden, insbesondere zur Versorgung der Klimaanlagen in den Terminals sowie für die wachsende Flotte von Elektrofahrzeugen auf dem Vorfeld.

Klimaneutralität dank Solarenergie: Der Frankfurter Weg

Die Inbetriebnahme der Solaranlage ist ein zentraler Baustein der Nachhaltigkeitsstrategie von Fraport. Großflächige Infrastrukturprojekte wie Flughäfen haben einen erheblichen Energiebedarf. Durch die Erzeugung von grünem Strom vor Ort kann die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringert und ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden. Das Projekt an der Startbahn West zeigt beispielhaft, wie große, ungenutzte Flächen für die Energiewende nutzbar gemacht werden können, ohne die landwirtschaftliche Nutzung zu beeinträchtigen.

Was bedeuten solche PV-Großprojekte für Privathaushalte?

Was im Großen am Frankfurter Flughafen funktioniert, findet auch im Kleinen bei Privathaushalten Anwendung. Die Technologie zur Erzeugung von Solarstrom ist heute zugänglicher und vielfältiger als je zuvor. Solche Leuchtturmprojekte verdeutlichen die technische Reife und das Potenzial der Photovoltaik als zuverlässige Energiequelle.

Für Hausbesitzer, die eine umfassende Lösung zur Senkung ihrer Stromkosten und zur Erhöhung ihrer Energieunabhängigkeit anstreben, bieten sich komplette PV-Anlagen mit Speicher und Montagesets an. Diese Systeme ermöglichen es, den tagsüber erzeugten Strom zu speichern und auch nach Sonnenuntergang zu nutzen.

Doch auch Mieter oder Wohnungseigentümer mit begrenztem Platz können einen Beitrag leisten und ihre Stromrechnung reduzieren. Sogenannte Balkonkraftwerke sind eine einfache und effektive Möglichkeit, eigenen Solarstrom zu erzeugen. Je nach Bedarf gibt es unkomplizierte Balkonkraftwerke ohne Speicher, die den erzeugten Strom direkt in das eigene Hausnetz einspeisen. Um den Eigenverbrauch weiter zu optimieren, ermöglichen Balkonkraftwerke mit Speicher eine noch höhere Unabhängigkeit vom öffentlichen Stromnetz.

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