EnergieNetz Hamburg und Hamburg-Nord beschleunigen Photovoltaik-Ausbau
Das EnergieNetz Hamburg und der Bezirk Hamburg-Nord haben eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, um die Installation von Photovoltaikanlagen auf öffentlichen Gebäuden zu beschleunigen. Die Partnerschaft sieht vor, Dächer von Schulen und Sporthallen systematisch für die Erzeugung von Solarstrom zu nutzen und damit die Energiewende auf lokaler Ebene zu stärken.
Photovoltaik-Projekte auf öffentlichen Gebäuden in Hamburg-Nord
Im Rahmen einer strategischen Partnerschaft zur Förderung erneuerbarer Energien hat das EnergieNetz Hamburg einen Vertrag mit dem Bezirk Hamburg-Nord geschlossen. Die Vereinbarung wurde von den Vorständen des EnergieNetz Hamburg, Michael Seitz und Jörg Ott, sowie von Bezirksamtsleiter Ralf Staack und Carsten Ahrens, Leiter des Fachamts Management des öffentlichen Raums, unterzeichnet.
Durch diese Kooperation wird das EnergieNetz Hamburg Photovoltaikanlagen auf Dächern von öffentlichen Einrichtungen wie Schulen und Sporthallen im Bezirk errichten und betreiben. Der erzeugte Strom soll primär zur Versorgung der Gebäude genutzt werden, was die Betriebskosten senkt und die CO2-Bilanz des Bezirks verbessert.
Der Bezirk Hamburg-Nord hat bereits in der Vergangenheit Erfahrungen mit Solarprojekten gesammelt. Dazu zählen unter anderem Solar-Carports an Standorten wie der Bezirksversammlung und dem U-Bahnhof Kellinghusenstraße, die Ladesäulen für Elektrofahrzeuge und E-Bikes mit sauberer Energie versorgen. Geplant ist zudem die Erweiterung des Solarprojekts auf die Tiefgarage des Bezirksamtszentrums. Finanziert werden diese Maßnahmen durch Mittel aus dem Sanierungsfonds der Bezirksversammlung.
EnergieNetz Hamburg Kooperation für Solarenergie in Hamburg-Nord
Der Vertragsunterzeichnung ging eine öffentliche Ausschreibung voraus, die das EnergieNetz Hamburg für sich entscheiden konnte. Der Auftrag umfasst zunächst die Installation und den Betrieb von Photovoltaikanlagen auf 13 ausgewählten Schulen und Sporthallen im Bezirk. Diese Partnerschaft ermöglicht es dem Bezirk, seine Klimaziele effizienter zu erreichen.
Bezirksamtsleiter Ralf Staack betonte die Wichtigkeit der Zusammenarbeit: „Mit dem EnergieNetz Hamburg haben wir einen erfahrenen Partner gefunden, der uns dabei unterstützt, unsere Photovoltaik-Projekte effizient umzusetzen. Diese Anlagen werden nicht nur dazu beitragen, den Energiebedarf unserer öffentlichen Gebäude zu decken, sondern auch die CO2-Bilanz des Bezirks erheblich verbessern.“
Jörg Ott, Geschäftsführer des EnergieNetz Hamburg, ergänzte: „Wir freuen uns, mit dem Bezirk Hamburg-Nord zusammenzuarbeiten, um den Ausbau der Solarenergie in der Region voranzutreiben. Diese Projekte sind ein wichtiger Schritt in Richtung einer nachhaltigen Energiezukunft.“
Photovoltaik-Zukunftsperspektiven und Strategie für Hamburg
Die Initiative in Hamburg-Nord dient als Modellprojekt und ist Teil der umfassenderen Strategie der Hansestadt, den Anteil erneuerbarer Energien signifikant zu erhöhen. Dieses Engagement ist Teil eines größeren Trends in Norddeutschland. Ähnliche Bestrebungen, öffentliche Dachflächen für die Solarenergie zu nutzen, werden auch im Nachbarbundesland vorangetrieben, wie die aktuellen Schleswig-Holstein Solar News zeigen.
Neben dem Ausbau auf kommunalen Gebäuden fördert Hamburg auch aktiv die Nutzung von Solarenergie im privaten Sektor. Seit Oktober 2025 unterstützt die Stadt in Kooperation mit sozialen Trägern wie dem Caritasverband einkommensschwache Haushalte bei der Anschaffung von Balkonkraftwerken mit bis zu 90 Prozent der Kosten. Solche Mini-Solaranlagen ermöglichen es auch Mietern, eigenen Strom zu erzeugen und ihre Energiekosten zu senken. Je nach Bedarf gibt es hierfür einfache Balkonkraftwerke ohne Speicher oder zunehmend beliebtere Balkonkraftwerke mit Speicher, um den Solarstrom auch abends nutzen zu können.
Für Hausbesitzer, die eine größere Unabhängigkeit anstreben, existieren neben bundesweiten Programmen oft auch regionale Zuschüsse. Die Kombination von Solaranlagen mit intelligenten Speichersystemen wird immer mehr zum Standard, um den Eigenverbrauch zu maximieren. Umfassende PV-Anlagen mit Speicher und Montagesets stellen hierfür eine Komplettlösung dar.
Die Partnerschaft zwischen dem Bezirk Hamburg-Nord und dem EnergieNetz Hamburg ist somit ein entscheidender Baustein, um die Klimaziele zu erreichen, die Energieversorgung zu dekarbonisieren und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren. Sie setzt ein wichtiges Zeichen für die kommunale Verantwortung bei der Gestaltung der Energiewende.







