Boppard setzt auf PV-Anlagen: Planung und Kosten für Gemeindegebäude

Die Stadt Boppard treibt den Ausbau erneuerbarer Energien voran und plant die Installation von Photovoltaikanlagen auf drei kommunalen Gebäuden. Mit einer Investition von 153.000 Euro, die durch eine 40-prozentige Förderung des Landes Rheinland-Pfalz unterstützt wird, setzt die Stadt ein klares Zeichen für den Klimaschutz und eine nachhaltige Energieversorgung.

PV-Anlagen für Gemeindegebäude in Boppard: Projektentwicklung und Kosten

Der Stadtrat hat die Installation von Photovoltaikanlagen auf der Grundschule in Buchenau, der Grundschule in Bad Salzig sowie dem dortigen Feuerwehrgerätehaus beschlossen. Die Gesamtinvestition beläuft sich auf rund 153.000 Euro. Die erhebliche finanzielle Unterstützung durch das Land Rheinland-Pfalz verdeutlicht die landesweite Bedeutung solcher kommunalen Projekte. Ähnliche Förderprogramme für Kommunen existieren auch in anderen Bundesländern, um die Energiewende auf lokaler Ebene zu beschleunigen.

Ursprünglich hatte die Stadtverwaltung eine größere Anzahl von Gebäuden für das Projekt in Betracht gezogen, darunter die Alte Schule in Buchholz und das Feuerwehrgerätehaus in Weiler. Nach einer sorgfältigen Prüfung der Fassaden, der Statik und der allgemeinen Wirtschaftlichkeit wurde die Auswahl auf die drei genannten Standorte konzentriert. Eine solche detaillierte Vorab-Analyse ist auch für private Bauherren entscheidend. Es empfiehlt sich stets, vor der Installation einer Solaranlage den lokalen Bebauungsplan zu prüfen, um mögliche Vorschriften zu klären.

Technische Details zur Ausführung der PV-Anlagen in Boppard

Laut einem Bericht der Rhein-Zeitung werden die geplanten Anlagen eine Gesamtkapazität von 98,9 Kilowattpeak (kWp) erreichen. Die Anlage auf der Grundschule in Buchenau ist mit 25,9 kWp die leistungsstärkste, gefolgt von der Grundschule in Bad Salzig (17,6 kWp) und dem Feuerwehrgerätehaus in Bad Salzig (11,4 kWp). Die Dimensionierung der Anlagen wurde an den jeweiligen Energiebedarf und die baulichen Gegebenheiten der Standorte angepasst.

Den Zuschlag für die Lieferung und Installation erhielt die Firma MTS aus Wiebelsheim. Die Montage der Anlagen ist für diesen Herbst geplant.

Ziele der Stadt Boppard: PV-Anlagen als Beitrag zur Energiewende

Die Installation der Photovoltaikanlagen ist ein zentraler Baustein der städtischen Strategie zur Modernisierung und nachhaltigen Gestaltung der Energieversorgung. Bereits 2022 wurde das Ingenieurbüro Lenz mit der Ausarbeitung eines umfassenden Photovoltaik-Konzepts für städtische Liegenschaften beauftragt, das nun als Grundlage für die Umsetzung dient.

Bürgermeister Jörg Haseneier betonte das Engagement der Stadt: „Die Nutzung von Photovoltaik ist ein wichtiger Schritt, um unsere Energieversorgung nachhaltiger zu gestalten und gleichzeitig die Kosten für die Stadt zu senken.“ Damit übernimmt Boppard eine Vorbildfunktion, ähnlich wie der Landkreis Fürstenfeldbruck den Ausbau von PV-Anlagen auf Kreisgebäuden vorantreibt und so die Energiewende aktiv mitgestaltet. Die Maßnahmen tragen nicht nur zur Verbesserung der Energieeffizienz bei, sondern reduzieren auch die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und senken den CO2-Ausstoß der Kommune.

Boppard plant weitere PV-Anlagen: Zukunftsperspektiven

Die jetzt beschlossenen Anlagen sind nur der Anfang. Laut der Energieagentur Rheinland-Pfalz bereitet die Stadt bereits weitere Projekte vor, unter anderem auf der Stadthalle, der Kita „Wunderland“ und dem Dorfgemeinschaftshaus Weiler. Die Ausschreibung dafür soll 2025 erfolgen, die Umsetzung ist für 2026 geplant.

Der erzeugte Solarstrom soll primär zur Deckung des Eigenbedarfs der Gebäude genutzt werden. Überschüssige Energie wird in das öffentliche Netz eingespeist, was der Stadt durch Einspeisevergütungen zusätzliche Einnahmen sichern kann. Das Prinzip der direkten Nutzung vor Ort wird auch für private Haushalte immer attraktiver. Neue Modelle wie die gemeinschaftliche Gebäudeversorgung erleichtern es beispielsweise Mietern in Mehrfamilienhäusern, gemeinsam von günstigem Solarstrom vom eigenen Dach zu profitieren.

Während Kommunen wie Boppard wichtige Impulse setzen, können auch Privatpersonen einen Beitrag leisten. Für Hausbesitzer ermöglichen komplette PV-Anlagen mit Speicher eine hohe Energieautarkie. Mieter und Wohnungseigentümer haben ebenfalls die Möglichkeit, sich mit einfachen Balkonkraftwerken ohne Speicher oder fortschrittlicheren Modellen mit Speicher an der Energiewende zu beteiligen.

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