19. Dezember 2017

Photovoltaik Steuer: Umsatzsteuer und Abschreibungen

Hagelschaden an der Photovoltaikanlage – Was tun?

Auch wenn viele nicht daran denken: Jeder Betreiber einer netzgekoppelten Photovoltaikanlage wird zum Unternehmer und muss sich daher Gedanken um die steuerliche Behandlung seiner Anlage machen. Während es für die Planung viele Tipps und Ratschläge gibt, kommt das Thema Steuern für Photovoltaikanlagen oft zu kurz – dabei gilt es einige Dinge zu beachten. Wir haben die wichtigsten Fakten für Sie zusammengestellt und zeigen auf, welche Vorteile es für Sie gibt.

Der Photovoltaikanlagenbetreiber als Unternehmer

Da der Sinn einer PV-Anlage der Gewinn von Strom ist und netzgekoppelte Anlagen vom Netzbetreiber entlohnt werden, wird der Betrieb einer netzgekoppelten PV-Anlage automatisch zu einer unternehmerischen Tätigkeit. Schließlich möchte man mit seiner Anlage dauerhaft Gewinn erzielen.

Für unternehmerische Tätigkeiten sind allerdings einige steuerliche Angelegenheiten zu beachten. Neben der Einkommenssteuer und der Umsatzsteuer wird bei größeren Anlagen eventuell auch die Gewerbesteuer fällig. Am einfachsten ist es, all diese Dinge dem Steuerberater zu überlassen, aber einige Dinge sollte man schon selbst wissen und beachten.

So gilt es, die Installation einer Photovoltaikanlage zunächst einmal dem Finanzamt mitzuteilen. Darüber hinaus entscheidet das Ordnungsamt der Gemeinde, ob für die jeweilige Photovoltaikanlage eine Gewerbeanmeldung notwendig ist.

Die Umsatzsteuer und mögliche Ersparnisse

Jeder Anlagenbetreiber einer netzgekoppelten Solaranlage erhält vom Finanzamt eine Umsatzsteuernummer. Diese benötigt er, um eine Umsatzsteuerklärung für die Anlage abgeben zu können. Zusätzlich muss er – zunächst monatlich, später vierteljährlich – eine Umsatzsteuervoranmeldung abgeben. Dieser Pflicht kann er sich nur durch die Regelung für Kleinunternehmer entheben, die dann gilt, wenn sich der Jahresumsatz – der der Einspeisevergütung entspricht – im letzten Jahr unter 17.500 Euro und im laufenden Jahr unter 50.000 Euro befindet. In der Regel lohnt sich die Anwendung der Kleinunternehmerregelung allerdings nicht, da er Betreiber in diesem Fall die Umsatzsteuer nicht zur Abschreibung der Investitionskosten nutzen kann.

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Betreiber, die eine Umsatzsteuererklärung abgeben, können dagegen die komplette Umsatzsteuer für die Investition als sogenannte Vorsteuer abziehen. Da der Anlagenbetreiber die Umsatzsteuer in Höhe von 19 % zusätzlich zu der im EEG festgesetzten Einspeisevergütung vom Netzbetreiber erhält, lohnt sich dieser Aufwand.

Attraktive Abschreibungen bei der Einkommenssteuererklärung

In der Anlage GSE der Einkommenssteuererklärung können Sie dem Finanzamt die Gewinne oder Verluste Ihrer Anlage mitteilen. Deren Berechnung erfolgt über die Einnahmeüberschussrechnung (EÜR) und kann zu deutlichen Steuerersparnissen führen. Schließlich werden von den erzielten Gewinnen durch die erhaltene Einspeisevergütung nicht nur alle laufenden Kosten, sondern stets auch ein Teil der Investitionskosten abgezogen. So können Sie bei der degressiven Solar-Abschreibung über eine angenommene Nutzungsdauer von 20 Jahren jedes Jahr fünf Prozent der Investitionskosten abschreiben. Teilweise sind sogar Sonderabschreibungen von bis zu 20 Prozent möglich.

Fazit

Die steuerliche Betrachtung von Solaranlagen ist daher ein wichtiger Punkt bei deren Rentabilität und clevere Betreiber nutzen die Vorteile, die sie durch die Abschreibungen erhalten. Hohe Investitions- und Betriebskosten können so noch schneller abgeschrieben werden. Damit lohnt sich die Installation einer PV-Anlagen auch nach dem Wegfall der früheren staatlichen Förderungen über direkte Zuschüsse. Indirekt kann man also weiterhin von der sauberen Energieerzeugung profitieren und leicht attraktive Gewinne erzielen.

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