Photovoltaik: Was sind Reflexionsverluste?

12. Dezember 2017 | Von | Kategorie: Photovoltaik Tipps

Während Solarkollektoren die Sonnenstrahlung in Solarstrom umwandeln, entstehen Verluste, die den Wirkungsgrad senken. Ein beträchtlicher Teil der Verluste geht auf die Reflexion des Lichtes zurück. Durch bestimmte Maßnahmen lässt sich der optische Verluste allerdings deutlich vermindern und so höhere Erträge erzielen.

Wie und wo entstehen Reflexionsverluste?

Je nachdem in welchem Winkel die Sonnenstrahlung auf die Solarmodule fällt, wird ein Teil der Energie von der Oberfläche reflektiert und entfällt damit für die Stromgewinnung. Dies geschieht bei Solarkollektoren nicht nur an der Abdeckung, sondern auch im Inneren, sodass die Reflexionsverluste bei unbehandelten Oberflächen sehr hoch sind. Doch mit intelligenten Maßnahmen lassen sich diese Reflexionsverluste, die besonders bei flach einfallendem Licht groß sind, gut absenken.

Reflexionsverluste vermeiden

1. Antireflexionsbeschichtung
Um Reflexionsverluste zu vermeiden, werden heute sowohl auf den Wafer als auch auf die Abdeckung hauchdünne Antireflexionsschichten aufgebracht. Diese Beschichtungen werden ebenfalls bei Brillengläsern verwendet und betragen eine halbe Lichtwellenlänge, denn so entsteht die sogenannte „destruktive Interferenz“. Bei diesem Effekt löschen sich die reflektierenden Lichtwellen an der zusätzlichen Oberfläche, die durch die Antireflexionsschicht ergibt, aus. Allein die Reflexionsverluste am Wafer können damit von über 30 Prozent auf bis zu 5 Prozent gesenkt werden.

2. Oberflächenstruktur
Da gerade bei flach einfallender Strahlung viel Licht reflektiert wird, sollte eine Solaranlage stets optimal ausgerichtet werden. Bewegliche Installationen lohnen sich für private Anlagen aber kaum. Daher muss bei der Oberfläche der Solarmodule angesetzt werden. Gute Möglichkeiten Reflexionsverluste bei niedrigem Sonnenstand zu senken, bietet die Aufrauung der Oberfläche. Durch die winzigen Vertiefungen auf den Oberflächen wird das Licht hin und her reflektiert, sodass es besser absorbiert werden kann.

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Fazit: Mithilfe beider Methoden können die Reflexionsverluste heute auf unter 1 Prozent gesenkt und damit deutlich bessere Wirkungsgrade erzielt werden. Zusätzlich hilft eine optimale Ausrichtung der Solaranlage, dass weniger Licht reflektiert wird und höhere Energieerträge entstehen.

geschrieben von: Patrick Thoma

Patrick Thoma

Patrick Thoma ist im Bereich der Erneuerbaren Energien tätig. Er ist Autor und Herausgeber der Seite Photovoltaik.info auf der es um allgemeine Themen der Photovoltaik geht. Ziel der Seite ist es, Themen zu behandeln die einen Interessenten für eine Photovoltaikanlage beschäftigen und diese in einfachen Worten zu erklären.

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