Photovoltaik Montageversicherung für Solarteure und Betreiber

19. Dezember 2017 | Von | Kategorie: Photovoltaik Tipps

Während der Montage einer Photovoltaikanlage können nicht nur Schäden an den Komponenten, sondern auch am Haus entstehen. In diesem Fall deckt eine Montageversicherung die entstandenen Schäden ab. Gleichzeitig kommt sie in der Regel auch bei Diebstahl, Vandalismus und extremen Wetterereignissen auf. Doch ein genauer Blick in den Leistungsumfang lohnt sich. Schließlich bieten nahezu alle großen Versicherungsgesellschaften eine solche Versicherung an.

Was wird durch die Montageversicherung abgedeckt?

Eine Montageversicherung deckt eine Reihe von Schäden, die bei der Montage durch unvorhergesehene Ereignisse entstehen können, ab. Für Auftraggeber, die ihre Photovoltaikanlage durch einen Solarteur montieren lassen, bestehen eigentliche wenige Risiken, darunter zum Beispiel der Diebstahl der auf dem eigenen Grundstück gelagerten Teile. Beim Kauf von Photovoltaikanlage inklusive Montage sind selbst diese Risiken durch den Solarteur abgedeckt. Dennoch kann es bei Forderungen auf Schadenersatz manchmal schwierig werden. Denn oft sind die Montagebetriebe recht klein und in Form einer GmbH gegründet.

Generell übernimmt eine Montageversicherung alle Schäden, die nicht auf grobe Fahrlässigkeit zurückzuführen sind. So werden neben Unfallschäden an den auf dem eigenen Grundstück befindlichen Komponenten auch Planungsfehler versichert. Die Abgrenzung zwischen versicherter Fahrlässigkeit, Ungeschicklichkeit und nicht versicherter „grober Fahrlässigkeit“ ist dabei allerdings nicht immer ganz eindeutig. Diebstahl, Vandalismus, Feuer sowie extreme Wetterereignisse gehören aber stets zum Leistungsumfang der Policen.

Welche Unterschiede bei den Policen gibt es?

Während sich die genannten Schäden bei den meisten Policen sehr ähneln, gibt es beim konkreten Umfang der Haftung größere Unterschiede. Daher gilt es, gerade hier genauer hinzuschauen. Viele Versicherer erstatten zum Beispiel bei einem Totalschaden der Photovoltaikanlage nicht den vollen Kaufpreis, sondern ziehen den Restwert der beschädigten Teile von der Zahlung ab. Dabei ist dieser hypothetische Restwert nicht immer einfach zu berechnen.

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Auch bei den behelfsmäßigen Reparaturen ist der Umfang der Kostenerstattung zu beachten. Wird das Dach beschädigt, sind sofortige Maßnahmen für die Abdichtung notwendig und nicht alle Versicherungen erstatten diese. Werden die Kosten übernommen, rechnen allerdings nahezu alle Anbieter den entstandenen Mehrwert der Immobilie auf die Versicherungsleistung an.

Für wen lohnt sich die Montageversicherung?

Solarteure für die Installation von Photovoltaikanlagen sollten in jedem Fall über eine entsprechende Versicherung verfügen. Lohnen kann sich diese aber auch für private Betreiber – insbesondere wenn die Montage von einer externen Firma oder gar in Eigenleistung übernommen wird. Die Kosten für normale Privatanlagen belaufen sich bei den meisten Anbietern lediglich auf weniger als 100 Euro. Für alle, die ihre PV-Anlage über einen Kredit finanzieren und diesen durch die Einnahmen tilgen möchten, ist eine Montageversicherung sogar Pflicht.

geschrieben von: Patrick Thoma

Patrick Thoma

Patrick Thoma ist im Bereich der Erneuerbaren Energien tätig. Er ist Autor und Herausgeber der Seite Photovoltaik.info auf der es um allgemeine Themen der Photovoltaik geht. Ziel der Seite ist es, Themen zu behandeln die einen Interessenten für eine Photovoltaikanlage beschäftigen und diese in einfachen Worten zu erklären.

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