Der richtige Installateur für Ihre Photovoltaik-Anlage

1. Dezember 2013 | Von | Kategorie: Photovoltaik Tipps

Die Montage von Photovoltaikanlagen erfordert Fachkompetenz und sollte daher auch nur von Fachbetrieben erfolgen. Doch für Sie als Kunden ist es nicht leicht, aus der Masse der Elektriker, Zimmerer oder ähnlicher Berufe des Bauwesens diejenigen Firmen herauszufinden, die über die nötigen Kenntnisse und Fertigkeiten verfügen und auch noch in einigen Jahren für Wartungen oder Reparaturen zur Verfügung stehen. Viele Hauseigentümer neigen dazu, dem preisgünstigsten Betrieb den Zuschlag zu geben. Hier wird erläutert, worauf Sie bei einer Auftragsvergabe achten sollten.

Die richtige Firma für die Installation meiner PV-Anlage finden

Die richtige Firma für die Installation meiner PV-Anlage finden

Die richtige Firma finden – was macht einen seriösen Photovoltaikbetrieb aus?

Wenn Sie eine Firma mit der Installation einer Photovoltaikanlage beauftragen wollen, sollten Sie mindestens drei Betriebe um einen Kostenvoranschlag bitten. Achten Sie schon bei der Vorauswahl darauf, dass die angeschriebenen Firmen ihre Fachkompetenz nachweisen können. Der TÜV Rheinland bietet beispielsweise Fortbildungen zum Servicetechniker, Bauleiter oder Fachberater für Photovoltaikanlagen an, nach deren erfolgreicher Teilnahme den Absolventen ein Zertifikat verliehen wird.

In manchen Fällen kann auch eine Entscheidungshilfe sein, wie lange es den Fachbetrieb bereits gibt. Gerade bei familiengeführten Traditionsfirmen wird viel Wert auf Kontinuität und Zuverlässigkeit sowie einen guten Ruf unter den Kunden gelegt. Fragen Sie darum Verwandten- oder Bekanntenkreis nach, mit welchem Betrieb bereits gute oder schlechte Erfahrungen gemacht worden sind.

Werden Sie aufmerksam, wenn die beauftragte Firma Vorauszahlungen verlangt. Oft steckt dahinter ein Liquiditätsproblem des Betriebs, sodass befürchtet werden muss, dass eine Pleite kurz bevor steht. In solch einem Fall wäre dann auch Ihr im Voraus gezahltes Geld verloren, weil es der Insolvenzmasse zugeschlagen werden würde.

Gegen Ausfälle dieser Art hilft ein Treuhandservice. Dieser funktioniert ähnlich wie ein Notar-Anderkonto: Sie zahlen als Auftraggeber den vereinbarten Betrag auf das Konto des Treuhandservice ein, der den Handwerksbetrieb über den Eingang des Geldes informiert. Nach dieser Bestätigung beginnt der Betrieb mit der Arbeit, erhält die Bezahlung jedoch erst dann, wenn Sie mit der geleisteten Arbeit (hier: der Montage der Photovoltaikanlage) zufrieden sind. Auf diese Weise werden die Ausfallrisiken auf beiden Seiten verhindert.

Wichtig ist nicht nur die Qualifikation des Firmeninhabers, sondern auch die Befähigung seiner Mitarbeiter. Fragen Sie nach oder hören Sie sich um, wie sich die Belegschaft zusammensetzt: Handelt es sich um ausgebildete und erfahrene Handwerker? Ist eine sprachliche Verständigung möglich?

Auch wenn Ihre Entscheidung für oder gegen eine Firma rational erfolgen sollte, spricht nichts dagegen, auf das sog. „Bauchgefühl“ zu hören. Wenn das Erstgespräch zwischen Ihnen und der Handwerksfirma unbefriedigend verläuft, ist der spätere Ärger erfahrungsgemäß vorprogrammiert.

Das sind die häufigsten Fehler bei der Installation von Photovoltaikanlagen

1. beschädigte Dachziegel
Das kann mehrere Gründe haben: Wenn es mal schnell gehen “muss”, verzichten Handwerker gern darauf, Tondachziegel geordnet einzusammeln und fachmännisch mit einer Trennscheibe zu bearbeiten. Stattdessen werden die Dachpfannen mit dem Hammer ausgeklinkt und dabei beschädigt.

Dachpfannen leiden auch, wenn die Dachhaken für die Unterkonstruktion auf ihnen liegen. So werden Spannungen erzeugt, unter deren Einfluss ein Dachziegel früher oder später nachgibt und Risse bekommt, um nach einiger Zeit zu zerbersten. Dieser Vorgang passiert auch, wenn keine ausreichend hohen Dachhaken montiert werden: Aufliegender Schnee kann die Dachhaken auf die Dachpfannen drücken und so eine schädigende Spannung hervorrufen.

2. “kurvige” Unterkonstruktionen
Häufig werden Unterkonstruktionen für die Photovoltaikanlage auch dann parallel zur Dachkonstruktion angebracht, wenn es sich um ein unebenes Dach handelt. Aus technischer Sicht führt dies zu kleineren Verschattungen und damit Leistungsminderungen; auch in ästhetischer Hinsicht ist solch eine Konstruktion nicht wünschenswert. Das Montageproblem lässt sich in der Regel gut durch die Verwendung von höhenverstellbaren Dachhaken lösen, in manchen Fällen muss dieses Problem auch direkt dachseitig behoben werden.

3. mangelhafte Verlegung von Solarkabeln
Solarkabel dürfen nie als Schlaufen verlegt werden: So können sie durch den Wind bewegt und nach und nach zerstört werden. Durch defekte Solarkabel können Brände ausgelöst werden, außerdem kann Regenwasser in Buchsen und Stecker eindringen und dort Schäden verursachen.

4. Verwendung falscher Bauteile
Immer wieder beklagen sich Auftragnehmer über die Installation von nicht vertraglich vereinbarten Bauteilen. Besonders oft sind hiervon der Wechselrichter und die Schnittstelle betroffen.

5. mangelhafte Baustellensicherung
Um Zeit und Kosten zu sparen, verzichten Firmen häufig auf geeignete Arbeitsschutzmaßnahmen. Darunter können die Handwerker, aber auch das Material und Passanten leiden. Im schlimmsten Fall wird kann die Baustelle durch die Bauaufsicht oder die Berufsgenossenschaft gesperrt werden.

Interessante Links zum Thema:

Auf dieser Webseite:

Photovoltaik Komponenten – geliefert wie bestellt?
Kosten bei Photovoltaikanlagen – Verteilung

Auf anderen Webseiten:

PV Installation durch einen Elektriker

 

geschrieben von: Patrick Thoma

Patrick Thoma

Patrick Thoma ist im Bereich der Erneuerbaren Energien tätig. Er ist Autor und Herausgeber der Seite Photovoltaik.info auf der es um allgemeine Themen der Photovoltaik geht. Ziel der Seite ist es, Themen zu behandeln die einen Interessenten für eine Photovoltaikanlage beschäftigen und diese in einfachen Worten zu erklären.

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