Photovoltaik auf Flachdächern effektiv nutzen

10. Januar 2018 | Von | Kategorie: Photovoltaik Tipps

Die aus Sonnenwärme elektrischen Strom erzeugenden Photovoltaikanlagen können nicht nur auf Schräg- und Pultdächern, sondern auch auf Flachdächern installiert werden. Welche Vor- und Nachteile die ebenen Dächer haben und was Sie bei der Montage der Solarmodule unbedingt beachten müssen, erfahren Sie hier.

So werden PV-Anlagen auf Flachdächern montiert

Um eine Solaranlage auf einem Flachdach zu installieren, sind Aufständerungen, die meist aus hochwertigem Metall bestehen, notwendig. Sie garantieren, dass die Module optimal zur Sonne hin ausgerichtet werden können und so maximale Erträge einbringen. Solaranlagen auf Flachdächern sind also nicht wie solche, die auf Schräg- oder Pultdächern montiert werden, abhängig vom Neigungswinkel der Dachflächen. Vielmehr kann die Anlage individuell angepasst werden. In der Regel werden dabei Neigungswinkel von 30° in Südrichtung gewählt.

Die Aufständerung der Module garantiert darüber hinaus eine gute Hinterlüftung, die die Energieausbeute an heißen Tagen erhöht. Gleichzeitig bedeutet eine Installation von Solar-Anlagen auf Trägern aber auch, dass eine genaue Planung anhand der individuellen Gegebenheiten erfolgen muss. So müssen neben der Grundlast Belastungen durch die Schnee- und Windlast beachtet werden. Bei starken Winden können unzureichend gesicherte Solar-Anlagen umkippen oder schlimmstenfalls vom Dach geweht werden und große Schäden verursachen. Aufgrund der punktuellen Verteilung der Drucklast ist eine genaue statische Berechnung vorzunehmen und dabei die Belastung durch Schneefälle zu berücksichtigen.

Um PV-Anlagen leichter reinigen und warten zu können, werden die einzelnen Module üblicherweise in einem ausreichenden Abstand voneinander angeordnet. So wird aber vor allem eine gegenseitige Beschattung vermieden. Der geeignete Abstand muss vor der Montage der Solarmodule berechnet werden.

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Vor- und Nachteile im Überblick

Vorteile:
– Optimierung der Stromerträge durch frei wählbare Ausrichtung und Anpassung des Neigungswinkels.
– Leichte Reinigung und Wartung durch einfache Zugänglichkeit und ausreichendem Abstand der einzelnen Module.
– Bessere Leistungsfähigkeit aufgrund der natürlichen Kühlung der Solarzellen durch Hinterlüftung.
– Installation ohne Veränderungen an der Dachhaut möglich, da die Träger verschraubt oder in Wannen, die mit Steinen oder Schotter beschwert sind, gestellt werden können.
– Kein Gerüst zum Aufbau notwendig.

Nachteile:
– Aufgrund der Verschattung kann nicht der ganze verfügbare Platz durch Solarmodule ausgenutzt werden, dabei steht diese schwierige Abwägungsfrage im Raum: mehr Module oder ganzjährig keine Verschattung?
– Module bieten durch ihre Aufständerung mehr Angriffsflächen für Wind.
– Die Aufständerung muss sorgfältig geplant und befestigt werden.
– Träger sind teurer als herkömmliche Untergestelle für Solaranlagen auf Schrägdächern.
– Abrutschender Schnee kann sich vor den Modulen anhäufen und diese verschatten.

Fazit: Die Installation von Photovoltaikanlagen auf Flachdächern bietet eine Reihe von Vorteilen, ist aber auch mit schwierigen statischen Berechnungen verbunden. Wie bei der Installation auf Schrägdächern darf sich der Solarteur bei der Unversehrtheit der Dacheindeckung keine Fehler erlauben, da dies hohe Folgekosten zur Folge hätte.

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