Solar FAQ

Photovoltaik FAQ


1. Besteht eine Anmeldepflicht für Photovoltaik-Anlagen?
Das Gesetz für die erneuerbaren Energien ist seit dem 01.01.2009 in Kraft getreten. In § 16 Abs. 2 wurde festgehalten, dass neu in Betrieb genommene Anlagen, bei der Bundesnetzagentur gemeldet werden müssen. Der Anlagenbetreiber hat die entsprechende Meldung einzureichen. Dies ist auch eine Voraussetzung dafür, dass später etwas vergütet wird.

2. Was bedeutet Photovoltaik?
Die Begrifflichkeit ist aus zwei Bestandteilen zusammengesetzt. Das Wort “Photo” wird im Deutschen mit Licht übersetzt und der Begriff “Voltaik” leitet sich von Alessandro Volta ab, der ein Vorreiter in der Elektrotechnik ist und in diesem Sinne für die Erzeugung von Elektrizität steht. Photovoltaik könnte daher als Umwandlung des Lichts in Strom übersetzt werden.

3. Wie kann ich mir die Funktionsweise einer Photovoltaik-Anlage vorstellen?
Eine Photovoltaik-Anlage, welche an das Netz gekoppelt ist, funktioniert folgendermaßen. Das Tageslicht fällt auf die Solarzellen. Diese wandeln das Licht in Gleichstrom um. Damit die Solarzellen auch wetterfest sind, werden diese in sog. Solarmodule gepackt. Diese werden wiederum in Reihe zusammen geschaltet und leiten dann den Gleichstrom an den Wechselrichter weiter. Dieser ist dafür da, um den Gleichstrom in Wechselstrom umzuwandeln. Ein Einspeisezähler erfasst anschließend die Menge an Strom, die in das öffentliche Netz geleitet wird. Die Erträge werden durch den Energieversorger lt. EEG vergütet. Die Elektrizität für den Hausverbraucht wird hingegen aus dem öffentlichen Netz entnommen. Dies wird durch einen Bezugszähler aufgenommen.

4. Wie funktionieren die Zellen in einem Solarmodul?
Kristallines Silizium ist in der Regel der Hauptbestandteil solcher Solarzellen. Dieser könnte auch als Quarzsand bezeichnet werden – ein Rohstoff, der auf der Erde sehr häufig vertreten ist und damit ebenso wenig erschöpft wird, wie die Sonnenenergie. Damit auch Strom erzeugt werden kann, müssen zwei Silizium-Scheiben (Halbleiter) über der Solarzelle angebracht werden. Um den Strom auch weiterzuleiten werden zwei weitere Stoffe verarbeitet. Einmal Phosphor, welches auf das Silizium negativ leitend wirkt und so die sog. n-Schicht erzeugt. Und dann noch Indium oder Bor, welches einen positiv leitenden Einfluss auf das Silizium hat und dadurch die p-Schicht erzeugt.

Fällt nun Sonnenlicht auf die Zelle wird Energie von den Photonen auf die Elektronen übertragen. Diese lösen sich durch diesen Vorgang von Ihren Atomen und es entstehen freie Elektronen und Löcher. Die Elektronen sammeln sich in der n-Halbleiterschicht. Die Löcher finden sich in der p-Halbleiterschicht zusammen. Es entsteht dadurch ein Plus- und ein Minuspol. Wird jetzt noch ein Verbraucher angeschlossen, kann elektrischer Strom genutzt werden. Damit sich der Ertrag auch lohnt, werden mehrere Zellen zu einem Modul zusammengeschlossen.

5. Welche Aufgaben hat ein Wechselrichter?
Ein Wechselrichter ist das Bindestück zwischen dem öffentlichen Stromnetz und den Modulen, die üblicherweise auf dem Dach platziert werden. Er wandelt den Gleichstrom in adäquaten Wechselstrom um. Wichtig ist dabei, dass es Wechselrichter in unterschiedlichen Leistungskategorien gibt. Es sollte ein Leistungsverhältnis von Wechselrichter zu PV-Anlage von 0,9 bis 1,0 bestehen, damit keine Mindererträge erzeugt werden.

6. Wie viel Energie wird durch eine PV-Anlage produziert?
Dies ist natürlich von verschiedenen Faktoren abhängig. Die Qualität der Module, die Sonnenstunden (welche in Bayern am höchsten sind), die Neigung der Anlage, die Wechselrichter, sowie die Größe sind wichtige Einzelheiten, die für den Berechnung herangezogen werden sollten. Der Ertrag eine Photovoltaik-Anlage mit 5 kWp und einer Fläche von ungefähr 45 m² produziert bei einem guten, durchschnittlichen Wert von 1000 kWh pro kWp, 5000 kWh Strom pro Jahr. Dies entspricht den ungefähren Stromverbrauch eines Haushaltes mit 4 Personen.

7. Ist mein Hausdach für eine Photovoltaik-Anlage geeignet?
Grundsätzlich ist Deutschland überall geeignet, um eine Photovoltaik-Anlage aufzustellen. Aber die Ausrichtung des Daches und der Neigungswinkel müssen stimmen. Eine Fläche, die sich nach Süden orientiert und einen 30° Neigungswinkel aufweist, ist das Optimum. Befindet sich die Fläche mehr Richtung Osten oder Westen oder gibt es eine Abweichung vom Neigungswinkel (Neigung zwischen 20° und 45 °), dann verringert sich der Energieertrag geringfügig. Schattenbildung, wie durch Bäume, muss gemieden werden.

8. Wie langlebig sind die Module?
Leistungsgarantien werden meist mit einer Länge von bis maximal 25 Jahren verteilt. Die Garantie des Herstellers ist hingegen sehr unterschiedlich und variiert zwischen 2 und 10 Jahren. Dies ist auch ein guter Anhaltspunkt für die Qualität. Wer eine lange Garantie gewährt, der ist von seinen Produkten überzeugt. Die Lebensdauer eine Photovoltaik-Anlage beträgt zwischen 30 und 40 Jahren. Die Kosten für den Betrieb oder die Wartung sind verschwindend gering.

9. Was bedeutet kWp?
Die Abkürzung kWp steht für Kilowatt peak. Peak bedeutet Spitze. Dieser Ausdruck wird für die Spitzenleistung der Module verwendet.

10. Ist die Anschaffung einer Photovoltaik-Anlage rentabel?
Durch die zinsgünstigen Darlehen, die für den Aufbau vergeben werden und die erhöhte Energieeinspeisung, ist die Anschaffung einer Solaranlage wirtschaftlich interessant. Auch nachdem die Abschaltung der AKWs beschlossen wurde, werden die erneuerbaren Energien weiter Auftrieb bekommen. Bei einer üblicherweise angenommenen 20-jährigen Nutzungszeit ergeben sich, je nach Betrachtung, unterschiedliche Gewinne. Jedoch sind die Anlagen meistens weit über die 20 Jahre hinaus zu nutzen, was die Rentabilität nochmals erhöht.

11. Wird eine Photovoltaik-Anlage gefördert?
Bereits seit dem 01. Januar 2004 erhalten sämtliche Betreiber von Photovoltaik-Anlagen, die eine Leistung von bis zu 30 kW erzeugen, einen festgeschriebenen Betrag von 28,74 Cent. Dies ist über 20 Jahre garantiert. Eine weitere Förderung sind die zinsgünstigen Kredite vom Bund und etwaige Zuschüsse von der entsprechenden Kommune.

12. Was muss ich für die Anschaffung einer Anlage zahlen?
Die genauen Kosten richten sich nach der Qualität und der Größe der Anlage. Außerdem müssen weitere Kosten für das Verlegen von Kabeln, den Elektriker und vielleicht noch das Beschneiden oder Fällen von Bäumen bezahlt werden.

Bei einer Leistung von ca. 10 kWp können heute, samt Installation, ungefähr 26.000 € bezahlt werden. Diese Anlage wäre jedoch schon von gehobener Qualität. Die zu bezahlende Mehrwertsteuer kann vom Finanzamt zurückgefordert werden. Außerdem sollte immer bedacht werden, dass sich die Anlage praktisch selber abzahlt.

13. Mit was für einem Ertrag kann ich rechnen (Solarrechner)?
Auch dieser ist natürlich von der Größe der Anlage, vom Einsatzgebiet, des Einfallwinkels der Sonne, und der Ausrichtung abhängig. Diverse Leistungsdaten können Sie mit unserem Solarrechner aufrufen. Der tatsächliche Ertrag wird jedoch noch höher sein, da dort nur die garantierten Leistungsdaten aufgelistet werden.

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